Klimaschutz: „Engagieren statt blockieren“

Da diskutieren manche Menschen doch tatsächlich noch immer darüber, ob der Klimawandel menschengemacht oder eine wiederkehrende Periode in der Erdgeschichte ist. Jörg-Dieter Mann, Landesinnungsmeister der Berliner Dachdecker, hat dafür wenig Verständnis. Er sucht lieber menschengemachte Lösungen.

„Jede Straßen-Klebeaktion verzögert leider auch die Lösungen zum Klimaschutz“, bedauert Jörg-Dieter Mann. „Dann nämlich, wenn unsere Dachdeckerbetriebe nicht zur Baustelle kommen“. Denn entgegen der weit verbreiteten Meinung, Dachdecker würden nur Ziegel auf Dächer auflegen, ist der Klimaschutz von jeher das Aufgabengebiet dieses Gewerks. Und der Landesinnungsmeister macht ein Angebot: „Wir bezahlen die Ausbildung im Klimaschutz“.

Dienten Dächer einst „nur“ als Schutz vor dem Wetter (und langfristig vor Klimaauswirkungen) ist das Dachdeckerhandwerk inzwischen das Fachgewerk für die gesamte Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik. So sorgen Dachdecker-Fachbetriebe dafür, dass Dächer optimal wärmegedämmt und damit vor Energieverlusten – und im Sommer vor einer Überhitzung des Innenraums – geschützt werden. Gleiches gilt für die Hausfassade, die von Dachdecker-Fachbetrieben mit vorgehängten hinterlüfteten Fassadensystemen ebenso vor Wärmeverlusten bewahrt wird.

Die Nutzung der Sonnenenergie für die Warmwasserbereitung und Stromerzeugung, die derzeit als innovative Energieerzeugung gefeiert wird, ist für das Dachdeckerhandwerk kein Neuland. Schon nach der ersten weltweiten Energiekrise in den 1970er Jahren befasste sich das „Handwerk ganz oben“ mit Solartechnik. Grund genug, bei der Montage von Solaranlagen auf das erfahrene Dachdeckerhandwerk anstatt auf oft selbsternannte „Solarmontierer“ zu setzen.

Die „Schwammstadt“, die Niederschläge speichern, verzögert abgeben, bei Extremwetterlagen vor Überflutungen schützen und das Klima in den Metropolen positiv beeinflussen können, ist derzeit bei Stadtplanern zum Lieblingswort geworden. Für das Dachdeckerhandwerk ist die Anlage von Gründächern schon seit Jahrzehnten Alltag. Denn begrünte Dächer sind nicht nur eine hervorragende Schallschutzmaßnahme, sondern bilden auch wertvolle Biotope, die einen nicht unwesentlichen Teil der Bodenversiegelung durch Bebauung ausgleichen können.

„Wir Dachdeckerbetriebe können engagierten Klimaaktivisten die Möglichkeit bieten, sich aktiv – und bezahlt – für die Energiewende einzubringen“, so das Versprechen von Jörg-Dieter Mann. „Unsere Ausbildungsbetriebe freuen sich über jede engagierte Verstärkung in Sachen Klimawende“.

Mehr zum bezahlten Klimaschutz gibt es unter www.DachdeckerDeinBeruf.de, bei der Dachdecker-Landesinnung Berlin und auf ihrer Homepage www.dachdeckerinnung.berlin

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