Pathologie liefert Testung für neues Brustkrebsmedikament

Mit dem Wirkstoff Elacestrant steht eine neue Therapieoption für metastasierten Brustkrebs zur Verfügung. Voraussetzung für die Gabe ist der Nachweis einer ESR1-Mutation mittels Liquid Biopsy. Bisher ist diese Test-Methode noch nicht flächendeckend verfügbar. Der Bundesverband Deutscher Pathologen stellt eine Liste der Pathologieinstitute zur Verfügung, welche die erforderliche Testung durchführen.

Am 20.09.2023 hat die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) das Medikament Orserdu (Elacestrant) zugelassen. Anwendungsgebiet ist die Monotherapie zur Behandlung von postmenopausalen Frauen sowie von Männern mit Östrogenrezeptor (ER)-positivem, HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs mit einer aktivierenden ESR1-Mutation, deren Erkrankung nach mindestens einer endokrinen Therapielinie, einschließlich eines CDK 4/6-Inhibitors, fortgeschritten ist. ESR1-Mutationen sind eine Ursache für die Resistenz gegen endokrine Standardtherapien. Mit dem Wirkstoff stehen nun neue Therapieoptionen zur Verfügung.

Die Zulassung sieht vor, dass die ESR1-Testung dabei zwingend mittels Liquid Biopsy am Blut erfolgen muss. Neben der Diagnostik am Gewebe, ergänzt die Diagnostik an Flüssigkeiten zunehmend die in der Pathologie genutzten Analyseverfahren. „Der Bundesverband Deutscher Pathologen setzt sich dafür ein, allen betroffenen Patientinnen und Patienten die erforderliche ESR1-Testung zugänglich zu machen“, betont Präsident Prof. Dr. med. Karl-Friedrich Bürrig.

Um die noch im Aufbau befindliche Flächenversorgung der Methode zu gewährleisten, stellt der BDP eine Übersicht von Leistungserbringern der ESR1-Liquid Biopsy im Rahmen der Zulassung von Elacestrant bereit. Die Liste wird laufend aktualisiert und ist öffentlich unter folgendem Link zugänglich: https://www.pathologie.de/aktuelles/esr1-liquid-biopsy

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