Güterverkehrskonzept für Bayern stößt auf positives Echo der Branche – LBS: „Umsetzung wird zum Showdown für die Akzeptanz unserer Dienstleistung auf breiter Ebene“

Das nun von Verkehrsminister Christian Bernreiter präsentierte Güterverkehrskonzept (GVK) „liefert eine wertvolle Grundlage für die weitere Entwicklung unserer Branche in Bayern“. So bewertet Sabine Lehmann, Geschäftsführerin des LBS – Landesverband Bayerischer Spediteure e.V. das Papier und die darin definierten Handlungsfelder. Nützlich ist aus ihrer Sicht die breit angelegte Erarbeitung des GVK, an dem Kommunen, Organisationen der Wirtschaft sowie die Wissenschaft auf Augenhöhe mit der Politik zusammengearbeitet haben. „Wie kombinierter Verkehr erweist sich kombiniertes Knowhow aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik als flexibles Werkzeug, um Dinge effizient und nachhaltig voranzubringen.“

Auf den ersten Schritt des Konzepts müssten nun schnell und zielgenau weitere Entwicklungen folgen, so Lehmann. „Güterverkehr verändert sich mit hoher Dynamik. Da kommt es nicht auf die Papierform an, sondern auf das, was man aus grundsätzlichen Ideen und erkanntem Handlungsbedarf macht.“ Sie verwies in diesem Zusammenhang auf die aktuelle ifo-Studie zum Exportland Bayern, in dem sich die krisenbedingten Veränderungen des Welthandels widerspiegelten: „Sowohl bei der Luftfracht als auch bei den Hinterlandverkehren für den Anschluss an die großen Seehäfen muss die Wirtschaft neu denken und sich unsere Branche derzeit auf völlig neue Herausforderungen einstellen.“ Im neuen GVK spielten diese Themen (noch) keine Schlüsselrolle. „Im Sinne lernender Organisationen heißt es nun, die dort gewonnen Erkenntnisse auf die neue Situation zu übertragen.“

Positiv aus Sicht des LBS: „Das umfassende Spektrum an Meinungen, Ideen und Umsetzungsvorschlägen spiegelt den Bezug zur Praxis wider. Wichtig ist, dass das Konzept in der Branche überzeugend ankommt und auch auf eine breite Akzeptanz in der Öffentlichkeit stößt“, so Lehmann. Insbesondere liefere das Konzepte glaubwürdige und belastbare Argumente zugunsten der dringend erforderlichen Maßnahmen zur Gestaltung und zum Aufbau einer zukunftstauglichen Infrastruktur für den Güterverkehr, von dem Privatpersonen wie Unternehmen gleichermaßen profitierten.

Lehmann: „Jetzt heißt es für alle Verantwortlichen und Beteiligten Farbe bekennen. Die Zeiten, in denen man Verantwortung hin und her schieben konnte, sind vorbei.“ Logistik halte nicht nur die Wirtschaft am Laufen, sondern liefere – wie sich unter anderem während der Coronakrise gezeigt habe – einen elementaren Beitrag zum gesellschaftlichen Leben und zur Absicherung der allgemeinen Versorgung. „Das GVK und vor allem die damit verbundenen Infrastrukturvorhaben werden zum Showdown für die Akzeptanz unserer Dienstleistung auf breiter Ebene.“

Die LBS-Geschäftsführerin verwies dabei auf die nach wie vor bestehenden hohen bürokratischen Hürden und zähen Verwaltungsprozesse, die den unternehmerischen Planungshorizont einschränken und schnelle Veränderungen selbst dort erschweren, wo sie im allgemeinen Interesse sind. Als Beispiel nannte sie das Verlangen nach einer Baugenehmigung, wenn ein Unternehmen auf seinem Gelände E-Ladestationen bauen wolle. „Das ist eine aus der Zeit gefallene Vorstellung, wenn wir bei Energieeffizienz und Klimaschutz auf einen grünen Zweig kommen wollen.“

Ähnlich verhalte es sich bei den aufwendigen, individuellen Genehmigungsverfahren von Schwertransporten, etwa den Rotoren von Windkraftanlagen: „Das GVK zeigt, dass Standardisierung und Vernetzung die optimalen Wege zu einem flüssigen und bedarfsgerechten Güterverkehr sind. Jetzt brauchen wir diesen Zustand auch dort, wo sich Gesetze, Verordnungen und Zuständigkeiten in der Verwaltung gegenseitig im Weg stehen.“

Nicht zuletzt die Frage einer durchgängigen Digitalisierung von Prozessen und die lückenlose Verfügbarkeit leistungsfähiger Datennetze müsse in Zusammenhang mit dem GVK nachhaltig beantwortet werden: „Jede Vernetzung, jede detaillierte Struktur ist nur so leistungskräftig wie die Kommunikation, die sie begleitet“, so Lehmann. Sie stimmte damit ausdrücklich dem Prof. Dr. Ulrich Müller-Steinfahrt von der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) zu, der seitens der Wissenschaft die Federführung beim Erarbeiten des Konzepts hatte: „Die Nutzbarkeit von Daten ist die zentrale Frage.“

LINK zu weiterführenden Informationen des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr

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