Die KONTRA Anlagentechnik GmbH, gegründet 1986 und mit rund 80 Mitarbeitenden, ist spezialisiert auf die Herstellung von Handling- und Sägesystemen, Prozessautomation, Sonderanlagen sowie Wartungs- und Reparaturservices.
Eine Analyse der bestehenden Abläufe zeigte Verbesserungspotenziale zur Steigerung der Ressourceneffizienz: Die Dokumentation der Abläufe war teils papierbasiert, wurde mit Stand-Alone-Software betrieben und war von manuellen Eingaben geprägt. Eine analog abgebildete Lagerbestandsführung sowie ein vollumfängliches Änderungsmanagement führten zu Ausschuss, Mehrarbeit und Zusatztransporten. Auch die Informationsweitergabe zwischen Abteilungen bot Optimierungspotenziale, da Informationsbrüche zu Verzögerungen und erhöhtem Material- und Energieeinsatz führten.
Ganzheitliche Digitalisierung der Prozesse
Im Rahmen der Beratung wurden mehrere zentrale Maßnahmen formuliert und vom Unternehmen umgesetzt. Kernstück war die Einführung eines unternehmensweiten ERP-Systems, das sämtliche Geschäftsprozesse – vom Vertrieb über Einkauf, Fertigung und Montage bis hin zur Lagerhaltung – digital abbildet. Durch die Anbindung von CAD- und ePlan-Schnittstellen werden Stücklisten und Konstruktionsdaten nun automatisch ins System übertragen, was Fehler reduziert und Prozesse beschleunigt.
Darüber hinaus wurden Fertigungsaufträge und Arbeitspläne digitalisiert. Produktionsdaten und Rückmeldungen stehen nun in Echtzeit zur Verfügung, Kapazitäten lassen sich besser planen und Produktionsmengen sowie Statusinformationen sind jederzeit transparent abrufbar. Ergänzt wurde dies durch eine Neuorganisation der Lager- und Bestandsführung: Materialien werden heute digital kommissioniert, Lagerbestände sind jederzeit aktuell abrufbar.
Ein weiteres wichtiges Element war die Einführung eines digitalen Dokumenten- und Änderungsmanagements. Änderungen im Produktionsprozess werden nun zentral dokumentiert und allen relevanten Abteilungen zur Verfügung gestellt. So lassen sich Doppelproduktionen vermeiden und Ausschussmengen deutlich reduzieren.
Messbare Einsparungen und Senkung des CO2-Austoßes
Die umgesetzten Maßnahmen führen zu erheblichen Ressourceneinsparungen: Jährlich werden rund 6,9 Tonnen Bauteile und Stahl eingespart, der Energieverbrauch sinkt um etwa 90.000 Kilowattstunden. Zudem reduzieren sich die Transportleistungen um rund 74.000 Kilometer pro Jahr. Insgesamt ergibt sich eine CO₂-Minderung von etwa 98 Tonnen jährlich.
„Die Digitalisierung unserer Prozesse war ein entscheidender Schritt, um transparenter, effizienter und ressourcenschonender zu arbeiten“, sagt Jörg Wagner, Geschäftsführer der KONTRA Anlagentechnik GmbH. „Dank der Unterstützung durch die Effizienz-Agentur NRW konnten wir nicht nur unsere Abläufe optimieren, sondern auch messbare Beiträge zum Klimaschutz leisten.“
Die Effizienz-Agentur NRW (efa) unterstützt als neutrale Institution Industrie, Handwerk und Handel bei der Entwicklung und Umsetzung ressourcenschonender und zirkulärer Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle. Damit leistet sie im Auftrag des NRW-Umweltministeriums einen entscheidenden Beitrag zur ökologischen Transformation der Wirtschaft. Mit 35 Mitarbeitenden an neun Standorten in Nordrhein-Westfalen bietet die efa individuelle und praxisnahe Beratung – schnell, unbürokratisch und lösungsorientiert. So hilft sie Unternehmen, Ressourcenverbrauch und Kosten zu senken und sich zukunftsfähig aufzustellen. Erfahren Sie mehr unter www.efa.nrw
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