Effiziente Qualitätskontrollen in der Fertigung durch hochpräzise Infrarotmesstechnik

Ob Müsliverpackung, Tiefkühlkost oder Versandtasche – Kunststofffolienverpackungen sind aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Was für Verbraucher selbstverständlich dicht sein muss, ist in der Produktion eine hochkritische Aufgabe: Foliensiegelnähte müssen unter Echtzeitbedingungen zuverlässig überwacht werden. DIAS Infrared GmbH aus Dresden zeigt, wie effiziente Qualitätsprüfung in der Fertigung mit Infrarotmesstechnik gelingt – präzise, berührungslos und vollautomatisch.

Das Problem: Millisekunden entscheiden über Qualität oder Ausschuss

In der Verpackungsindustrie entscheiden oft Millisekunden und wenige Grad Celsius über Erfolg oder Ausschuss. Foliensiegelnähte entstehen durch das präzise Zusammenspiel von Hitze und Druck: Der thermoplastische Kunststoff schmilzt kurzzeitig auf, verbindet sich und erstarrt zu einer dichten Barriere.

Ist die Temperatur zu niedrig, findet keine ausreichende Verschmelzung statt. Ist sie zu hoch, kann die Folie verbrennen oder spröde werden – mit weitreichenden Folgen: aufplatzende Tüten während des Transports, verdorbene Lebensmittel durch eintretenden Sauerstoff oder kostspielige Rückrufaktionen. Herkömmliche, berührende Messmethoden sind in schnellen Taktfolgen oft zu träge oder beschädigen das Produkt. Hier setzt die Infrarotmesstechnik an.

Die Lösung: Thermografische Prozessüberwachung mit PYROVIEW & PYROSOFT Automation

DIAS Infrared setzt auf eine bewährte Systemlösung aus der Wärmebildkamera-Serie PYROVIEW und der spezialisierten Software PYROSOFT Automation. Das kompakte, industrietaugliche System überwacht Randschweißnähte und Bodennähte direkt nach dem Schweißvorgang – berührungslos, in Echtzeit und ohne Produktionsverzögerung.

Der entscheidende Vorteil gegenüber punktuellen Messverfahren: Das System betrachtet nicht nur einen einzelnen Punkt, sondern die gesamte Geometrie der Naht. Für eine sichere Verbindung müssen im Prozess drei wesentliche Parameter erfüllt sein:

  • Ausdehnung (Breite/Dicke): Entspricht die thermische Spur der Naht den Vorgaben?
  • Temperaturverteilung: Ist die Mindesttemperatur (oft ca. 50 °C, je nach Material) über die gesamte Nahtlänge konstant?
  • Gesamtpixelanzahl: Ein Maß für die energetische Homogenität der Verschweißung.

Pixelgenaue Analyse und automatische Ausschleusung in Millisekunden

Was das System besonders leistungsstark macht, ist die algorithmische Auswertung der Infrarotdaten: Die Kamera erkennt die Wärmesignatur der Naht, PYROSOFT Automation analysiert diese bis auf das einzelne Pixel genau. Anhand dieser Daten wird in Millisekunden eine Gut/Schlecht-Entscheidung getroffen.

Über ein integriertes IO-System erhält die SPS der Anlage sofort den Befehl, fehlerhafte Verpackungen – etwa solche mit zu schmaler Naht – automatisch auszusortieren. So lässt sich die Fehlerquote senken durch Infrarotmessung in der Produktion auf ein Minimum – und das ohne manuellen Eingriff.

Flexibel, dokumentiert, zukunftssicher

In der Praxis müssen Anlagen oft verschiedene Formate und Materialien verarbeiten. PYROSOFT Automation ermöglicht es, für unterschiedliche Produkte individuelle Vorlagen zu speichern. Wechselt die Produktion von der kleinen 250-g-Tüte auf die große Vorratspackung, wird das passende Parameterset einfach per Klick oder vollautomatisch über die SPS-Anbindung geladen.

Für den Qualitätsnachweis ist die integrierte Dokumentationsfunktion essenziell: Jedes Messergebnis kann als IR-Datensatz, Bild- oder Logdatei gespeichert werden. Im Falle einer Reklamation lässt sich so lückenlos nachweisen, dass die Schweißnaht zum Zeitpunkt der Produktion alle Qualitätskriterien erfüllt hat.

Fazit: Infrarotmesstechnik in der Fertigung als Schlüssel zur Qualitätskontrolle

Die berührungslose Temperaturmessung an Schweißnähten ist weit mehr als eine technische Spielerei – sie ist eine handfeste Versicherung gegen Produktionsausfälle und Imageverluste. Wer heute seine Prozesse automatisieren und gleichzeitig die Fehlerquote minimieren will, kommt an der thermografischen Überwachung nicht vorbei.

Durch den Einsatz der PYROVIEW-Kameras und PYROSOFT Automation wird Qualität sichtbar und messbar – und das im 24/7-Dauerbetrieb unter rauen Industriebedingungen. Damit stellt die Infrarotmesstechnik in der Fertigung zur Qualitätskontrolle insbesondere in schnell laufenden Produktionsprozessen eine effektive Alternative zu Stichproben dar.

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Über die DIAS Infrared GmbH

Die DIAS Infrared GmbH mit Hauptsitz in Dresden entwickelt und fertigt Systemlösungen rund um die berührungslose Temperaturmesstechnik für Kunden aus Industrie und Forschung. Die Infrarotmessgeräte – auch für kundenspezifische Anwendungen – werden nach dem neuesten Stand der Technik und "Made in Germany" in Dresden sowie zwei weiteren Standorten in Magdeburg und Saalfeld hergestellt.

Das Produktspektrum umfasst von Wärmebildkameras über Pyrometer, für die punktförmige Messung von Temperaturen, auch Infrarotlinienkameras sowie Infrarotsensoren. DIAS-Lösungen zeichnen sich durch die robuste Ausführung, hervorragende Genauigkeit, ausgezeichnete Zuverlässigkeit und hohe Serviceorientierung aus.

Typische Anwendungsgebiete sind die Prozesssteuerung und -überwachung, Qualitätskontrolle, Brandfrüherkennung sowie unterschiedlichste Messungen in Forschung und Entwicklung in Temperaturbereichen von -40 °C bis 3000 °C. Hochqualifiziertes Personal, die moderne technologische Ausrüstung der Fertigung, sowie eine sehr leistungsfähige Mess- und Rechentechnik ermöglichen auch
anspruchsvollste Kundenwünsche schnell zu erfüllen.

Das internationale Vertriebsnetz umfasst Partner in vielen Ländern in Europa, Asien, Nord- und Südamerika sowie Australien. DIAS ist Mitglied im AMA Fachverband für Sensorik e. V. und langjährig nach ISO 9001 zertifiziert.

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