Nach Ebola-Ausbruch: Samaritan’s Purse startet internationalen Hilfseinsatz

Angesichts des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda bereitet die internationale Hilfsorganisation Samaritan’s Purse die Entsendung zusätzlicher Einsatzkräfte in die betroffenen Regionen vor. Auch aus Deutschland sollen Mitglieder des Disaster Assistance Response Teams (DART) geschickt werden, insbesondere zur logistischen Unterstützung des Einsatzes.

Zugleich sorgt derzeit die Behandlung eines Ebola-Patienten in Berlin für Aufmerksamkeit: Der Arzt, der sich bei einem Einsatz in der Demokratischen Republik Kongo infiziert hatte, wird derzeit an der Charité behandelt. Er war in der Vergangenheit für Samaritan’s Purse tätig und arbeitet inzwischen für eine andere internationale Hilfsorganisation.

„Ebola-Ausbrüche zeigen, wie wichtig schnelle internationale Hilfe, professionelle Logistik und erfahrene Einsatzkräfte sind“, sagt Sylke Busenbender, Vorstandsvorsitzende von Samaritan’s Purse Deutschland. „Unsere Gedanken und Gebete sind bei dem erkrankten Arzt sowie bei allen Menschen, die derzeit gegen die Ausbreitung des Virus kämpfen.“

Entsandt werden neben medizinischem Personal auch Ingenieure und Logistiker. Ziel ist es, lokale Krankenhäuser beim Aufbau wirksamer Maßnahmen zu unterstützen und die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Außerdem wird momentan die Entsendung eines mobilen Ebola-Behandlungszentrums geprüft.

„Samaritan’s Purse steht seit vielen Jahren an der Seite von Menschen, die von schweren Krankheitsausbrüchen betroffen sind“, sagt Sylke Busenbender weiter. „Neben medizinischer Versorgung brauchen die Menschen vor allem Schutz, verlässliche Informationen und die Gewissheit, in dieser Situation nicht vergessen zu sein.“

Samaritan’s Purse verfügt über langjährige Erfahrung im Umgang mit schweren Infektionskrankheiten wie Ebola, Cholera und Diphtherie. Während des Ebola-Ausbruchs in Liberia im Jahr 2014 betrieb die Organisation ein eigenes Ebola-Behandlungszentrum, schulte Gemeinden in Hygienemaßnahmen und erreichte gemeinsam mit tausenden Kirchenleitern mehr als 1,6 Millionen Menschen mit lebenswichtigen Informationen zur Eindämmung der Krankheit. Vier Jahre später errichtete Samaritan’s Purse ein weiteres Ebola-Behandlungszentrum in der Demokratischen Republik Kongo und behandelte dort mehr als 600 Patienten.

Samaritan’s Purse ruft dazu auf, für die Betroffenen sowie für die medizinischen Teams und Helfer vor Ort zu beten und die Hilfsmaßnahmen zu unterstützen.

Interviewmöglichkeiten:

  • Sylke Busenbender, Vorstandsvorsitzende, Samaritan’s Purse Deutschland
  • Ken Isaacs, Vizepräsident für Programme und Regierungsbeziehungen, Samaritan’s Purse International
  • Dr. Elliott Tenpenny, Leiter des Ebola-Hilfseinsatzes bei Samaritan’s Purse International
Über Samaritan’s Purse e. V.

Samaritan’s Purse widmet sich der Unterstützung von Menschen in Not, unabhängig von deren Herkunft, Religion oder Kultur. Unter dem Motto „Helping in Jesus‘ Name“ leistet Samaritan’s Purse weltweit humanitäre und medizinische Hilfe in Kriegs- und Krisengebieten. Einer breiten Öffentlichkeit bekannt ist vor allem die internationale Geschenkaktion „Weihnachten im Schuhkarton“, die Menschen einlädt, Kindern nicht nur das Nötigste zukommen zu lassen, sondern sie zu beschenken und ihnen die Botschaft von der Liebe Gottes zu überbringen. Der deutsche Zweig von Samaritan’s Purse wird von Sylke Busenbender und Marina Nobiling geleitet.

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