Erstes Teddy-Klinikum am Klinikum Karlsruhe

Wie funktioniert ein Krankenhaus? Und warum muss man manchmal zum Röntgen oder in den OP? Beim ersten Teddy-Klinikum am Klinikum Karlsruhe erlebten Kinder diese Woche genau das spielerisch – gemeinsam mit ihren Kuscheltieren und Puppen.

An zwei Tagen konnten rund 160 Kinder aus umliegenden Kindertagesstätten das Städtische Klinikum Karlsruhe aus einer ganz neuen Perspektive kennen lernen: Sie brachten ihre Kuscheltiere und Puppen als „Patientinnen und Patienten“ mit und begleiteten sie durch verschiedene Krankenhaus-Stationen. Gemeinsam mit Mitarbeitenden des Klinikums konnten die Kinder die Stoffpatienten untersuchen und behandeln.

Zu diesem Zweck wurden verschiedene Bereiche der Klinik simuliert. An der Anmeldung füllten die Kinder zunächst einen Anmeldebogen aus, um festzustellen, was dem Kuscheltier genau fehlt. Hatte sich ein Teddy beispielweise den Arm gebrochen, wurde er zunächst geröntgt, ehe es zur Operation in den OP ging. Hatte ein Puppe Bauchweh, untersuchten die Ärztinnen und Ärzte den Bauch mit einem Ultraschallgerät. Das Personal nahm sich dabei viel Zeit für jedes „kranke“ Kuscheltier und füllte gemeinsam mit den Kindern einen Behandlungsplan aus: Benötigt der Teddy Bettruhe oder besondere Kost? Oder hilft zunächst eine feste Umarmung? Zum Abschluss ging es in die Apotheke, wo die Kinder eine kleine Arzttasche bekamen. Im Außenbereich zeigte zudem der DRK-Kreisverband Karlsruhe, wie Patientinnen und Patienten in einem Rettungswagen versorgt werden.

„Das Ziel des Teddy-Klinikums ist es, Kindern in einem geschützten Raum die Angst vor medizinischen Behandlungen zu nehmen“, erklärt Bettina Lisbach, Erste Bürgermeisterin der Stadt Karlsruhe und Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikums Karlsruhe. „Viele Kinder verunsichert der Besuch in einem Krankenhaus mit den vielen fremden Menschen und medizinischen Geräten. Da kann das Teddy-Klinikum helfen, Vertrauen aufzubauen und Sicherheit zu geben.“

„Es war schön zu sehen, wie die Kinder neugierig und ohne Scheu die verschiedenen Stationen entdeckt haben“, freut sich Pflegedirektorin Elvira Schneider. „Für das Projekt haben viele verschiedene Bereiche aus dem Klinikum Karlsruhe zusammengearbeitet und den Kindern ein tolles Erlebnis ermöglicht. Im kommenden Jahr wollen wir das Teddy-Klinikum auf jeden Fall wieder öffnen.“

Möglich wurde das Teddy-Klinikum durch eine finanzielle Spende der BBBank: „Wir unterstützen das Projekt, weil es einen echten Mehrwert für die Kinder und ihre Familien bietet“, ergänzt Christian Hilgendorf von der BBBank. „Die positive Erfahrung im Krankenhaus kann prägend sein und hilft, medizinische Themen früh verständlich zu machen.“

Neben der BBBank war auch der DM-Markt am Europaplatz mit Sachspenden beteiligt. Zudem verteilte das Maskottchen des Karlsruher SC Willy Wildpark Autogrammkarten und ließ sich mit den Kindern fotografieren.

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