PV-Anlagen vor Fremdzugriffen schützen

Weidmüller stellt ein umfangreiches Portfolio für den cybersicheren Betrieb von PV-Anlagen zur Verfügung. Die Produkte helfen, Angriffsflächen zu reduzieren und unberechtigte Zugriffe wirksam zu erschweren. Weidmüller unterstützt Anlagenbetreiber dabei, steigende regulatorische und betriebliche Anforderungen an die Cybersicherheit von PV-Anlagen umzusetzen.

Die Verfügbarkeit einer PV-Anlage wird nicht mehr nur von inneren Faktoren, also verwendeten Bauteilen und der Software, bestimmt. Auch externe Einflüsse wirken auf die Anlage ein. Denn moderne PV-Anlagen sind längst digitale Energiesysteme. Wo eine Verbindung zum übergeordneten Netz besteht, braucht es auch ein Schutzkonzept, damit kein unberechtigter Zugriff stattfinden kann.

Die DNV und SolarPower Europe haben Referenztopologien entwickelt, nach welchen sich PV-Anlagen wirksam absichern lassen. Dafür bedarf es auch entsprechender Produkte. Ihr Herkunftsland spielt zunehmend eine wichtige Rolle. So wurde im April die Finanzierung von PV-Anlagen mit Wechselrichtern aus unsicheren Ländern erschwert. Durch die Anpassung erhalten in Europa produzierte Waren einen neuen Stellenwert.

PV-Anlagen umfassend absichern

Weidmüller unterstützt seine Kunden beim Aufbau dieser Topologien: Das Unternehmen entwickelt und produziert unter anderem in Deutschland. Zudem bietet es einen sicheren Entwicklungsprozess und gewährleistet, dass die Produkte über den gesamten Lebenszyklus sicher bleiben – zertifiziert nach der IEC 62443-4-1.

Die Security-Router schaffen die zentrale Sicherheits- und Kommunikationsgrenze der PV-Anlage. Durch klare Netzwerksegmentierung und Stateful-Packet-Inspection-Firewall schützen sie Wechselrichter und Monitoring-Systeme vor unautorisierten Zugriffen. Sie kontrollieren Datenflüsse präzise und ermöglichen einen strukturierten, geschützten Zugang zu allen Anlagenkomponenten.

Managed Switches sorgen für Ordnung, Transparenz und Kontrolle im PV-Netzwerk. VLAN-Segmentierung, Port-Security und SNMP-basiertes Monitoring ermöglichen eine klare Trennung kritischer Bereiche und eine schnelle Erkennung ungewöhnlicher Aktivitäten. Sie stabilisieren die gesamte Anlagenkommunikation und erhöhen die Cyber-Resilienz – besonders dort, wo viele Geräte zuverlässig und dauerhaft vernetzt sein müssen.

Den sicheren Fernzugriff auf PV-Anlagen ermöglicht u-link – rund um die Uhr. Durch verschlüsselte Verbindungen, rollenbasierte Zugriffssteuerung und ein strukturiertes Wartungskonzept lassen sich Serviceeinsätze effizient durchführen, ohne die Netzwerksicherheit zu gefährden. Betreiber behalten stets die volle Kontrolle, während Techniker sicher auf Wechselrichter, Router oder Monitoring zugreifen können. Die Prozesse zur Entwicklung und zum Betrieb von u-link sind ISO-27001-zertifiziert. Alle Server für u-link sind in Europa angesiedelt und erfüllen deutsche Datenschutzanforderungen.

Warum Schutzkonzepte für PV-Anlagen jetzt relevant sind

Ohne Schutz bleibt die Anlage offen für Angreifer. Sie können die Kommunikation der Systeme stören und im schlimmsten Fall die Anlagen beschädigen. Um dem langfristig entgegenzuwirken, hat die EU diverse Verordnungen verabschiedet, darunter den Cyber Security Act (CSA) und die NIS-2. Während die NIS-2 die Mindestanforderungen an Cybersicherheit hochschraubt, stärkt der CSA die Widerstandsfähigkeit der EU-Infrastruktur – darunter auch im Energiesektor.

Weidmüllers umfangreiches Industrial-Ethernet-Portfolio ermöglicht es, über verschiedene Industrien hinweg eine cybersichere Infrastruktur aufzubauen. Mit Routern made in Germany, managed und unmanaged Switches und einem breiten Software-Angebot steht das Unternehmen seinen Kunden dabei zur Seite, ihre Anwendungsfälle umzusetzen. Darüber hinaus pflegt Weidmüller Partnerschaften, die das Cybersecurity-Angebot des Unternehmens erweitern. Dazu zählen beispielsweise Fortinet und Orange Cyberdefense.

Weiterführende Informationen:

EU: Förderung für Wechselrichter aus China gestoppt – Angst vor Blackout

Über Weidmüller

Industrial Connectivity: Elektrifizierung, Automatisierung, Digitalisierung, elektrische Verbindungstechnik und erneuerbare Energien – Märkte, in denen Weidmüller zu Hause ist. Das 1850 gegründete Familienunternehmen ist in über 80 Ländern mit Produktionsstätten und Vertriebsgesellschaften vertreten. Als Global Player in der elektrischen Verbindungstechnik erzielte Weidmüller im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von über einer Milliarde Euro mit rund 5.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit – davon ca. 2.000 am Stammsitz in Detmold, inmitten von Ostwestfalen-Lippe.

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