»Über den großen Zuspruch in meiner letzten Saison freue ich mich sehr – vor allem, weil wir mit der Uraufführung von ›Coming Up for Air‹ und dem Lortzing Festival entschieden auch künstlerische Risiken eingegangen sind.«, sagt Intendant Tobias Wolff. »Besonders stolz sind mein Team und ich auf die weitere Profilierung der Musikalischen Komödie. Eine solche Zahl an Fans hätten wir in der alten ›MuKo‹ gar nicht aufnehmen können. Und die Handlungsballette des Leipziger Ballett unter der Leitung von Rémy Fichet finden ein begeistertes Publikum.«
Die Spielzeit 2025/26 ist die vierte und letzte Saison von Tobias Wolff als Intendant der Oper Leipzig. Seit seinem Amtsantritt 2022 prägte er das Haus mit engagierter Repertoire- und Ensemblearbeit, neuen Vermittlungsformaten, einem klaren Bekenntnis zu künstlerischer Vielfalt und der konsequenten Förderung des sängerischen Nachwuchses. Zu den Höhepunkten seiner Intendanz zählen unter anderem das große Open-Air-Happening »Future Now!« zum Auftakt seiner Amtszeit und der Kompositionsauftrag für »Coming Up for Air« mit der Uraufführung im Frühjahr 2026, dazu große Kooperationen, unter anderem mit Opernhäusern in Paris und Rom. Die Suche nach neuen Musikchefs für die Sparten Oper und Operette brachte er erfolgreich zum Abschluss mit der Ernennung von Ivan Repušić zum Generalmusikdirektor, von Yura Yang zur Ersten Kapellmeisterin und von Michael Nündel zum Musikdirektor der Musikalischen Komödie. Auch veranlasste Tobias Wolff beim Leipziger Ballett den Wechsel zu einer künstlerisch-kuratorischen Leitung durch Rémy Fichet, um abwechslungsreichen choreographischen Handschriften eine Bühne zu geben. Dazu wurden die Nachhaltigkeitsbestrebungen der Oper Leipzig mehrfach ausgezeichnet und zertifiziert. Die erste nach Kriterien der Nachhaltigkeit entwickelte Produktion, »Mary, Queen of Scots«, wurde von der Bundeskulturstiftung gefördert und für die International Opera Awards nominiert.
Einen Rückblick auf die vier Jahre der Intendanz Tobias Wolff vom Sommer 2022 bis heute präsentiert die Oper Leipzig in einer Sonderausgabe ihres Magazins »Dreiklang «, die dem Publikum am Samstag vorgestellt wurde. Dieser »Dreiklang Spezial« erinnert an zentrale Momente, Errungenschaften, Produktionen und künstlerische Wegmarken des Teams um Intendant Tobias Wolff – und an die Künstlerinnen und Künstler, die in dieser Zeit auf den Bühnen der Oper Leipzig standen. Das PDF ist über die Webseite der Oper Leipzig unter www.oper-leipzig.de als Download abrufbar.
Mit den festlichen Verabschiedungen vom Wochenende beendet Tobias Wolff seine Zeit als Intendant der Oper Leipzig. Zum 1. August 2026 wird er die Generalintendanz des Staatstheaters Braunschweig übernehmen. Seine Aufgaben in Leipzig übernimmt Verwaltungsdirektorin Lydia Schubert als Geschäftsführende Intendantin bis zum Start seines Nachfolgers Peter Heilker ab der Spielzeit 2028/29.
Die Oper Leipzig steht in der Tradition von über 330 Jahren Musiktheater in Leipzig: 1693 wurde das erste Opernhaus am Brühl als drittes bürgerliches Musiktheater Europas nach Venedig und Hamburg eröffnet. Seit 1840 spielt das weltweit renommierte Gewandhausorchester zu allen Vorstellungen der Oper und des Leipziger Balletts. Neben dem heutigen, 1960 erbauten Opernhaus am Augustusplatz gehört die Musikalische Komödie im Stadtteil Lindenau zur Oper Leipzig, eine Spezialspielstätte für Operette und Musical mit eigenen Ensembles. Der mit über 720 Beschäftigten größte kulturelle Eigenbetrieb der Stadt umfasst insgesamt fünf ihn tragende Säulen: Oper, Musikalische Komödie, Leipziger Ballett, die Sparte der Jungen Oper und Vermittlung 360° und das Handwerk der Kostüm- und Theaterwerkstätten, die für sämtliche städtischen Bühnen produzieren. oper-leipzig.de
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