Wo das Wohnen besonders viel kostet
In den vergangenen drei Jahren verteuerten sich Mieten für kleine Wohnungen und WG-Zimmer in Universitätsstädten im Durchschnitt um jährlich 2,3 bis knapp sieben Prozent. Der Studentenwohnreport 2025, den das IW jährlich für den Finanzdienstleister MLP erstellt, zeigt ein Gefälle von West nach Ost. Während in Chemnitz eine eigene Studentenbude für rund 300 Euro warm noch erschwinglich ist, verlangen Vermieter in Hamburg, Freiburg, Münster, Berlin, Heidelberg und Frankfurt selbst für WG-Zimmer weit über 600 Euro im Monat. Am teuersten ist München: 837 Euro werden im Schnitt für eine studentische Musterwohnung von 30 Quadratmetern verlangt. Ein WG-Zimmer ist mit einer Warmmiete von 790 Euro nur geringfügig günstiger.
Studentenhaushalte sind finanziell überlastet
Laut Statistischem Bundesamt lag das mittlere Einkommen (Median) von Studierenden im Jahr 2024 bei 930 Euro. Das heißt: Die Hälfte der Studenten hat ein höheres monatliches Budget, die andere Hälfte muss mit weniger Geld auskommen. Im Durchschnitt geben sie 53 Prozent ihres Einkommens für Wohnen aus – fast 500 Euro. Ab einer Quote von 40 Prozent gelten Haushalte als finanziell überlastet. Dies trifft auf 62 Prozent der Studenten zu. Die BAföG-Wohnkostenpauschale von 380 Euro deckt nur in drei Städten die Warmmiete ab: in Magdeburg, Bochum und Chemnitz.
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