Verpackungskonzept für OP-Leuchten: Wie Wabenpappe Styropor ersetzen kann

Empfindliche Oberflächen, hochwertige Komponenten und hohe Anforderungen an die Transportsicherheit: OP-Leuchten stellen besondere Anforderungen an ihre Verpackung. Für ein Entwicklungsprojekt hat die NEXTPACK AG deshalb ein Verpackungskonzept erarbeitet, das klassischen Styropor vollständig durch eine Konstruktion aus Wabenpappe ersetzt.

Ziel des Projekts war es, mehrere Anforderungen miteinander zu verbinden: zuverlässigen Produktschutz, bessere Recyclingfähigkeit, weniger Lagerplatz und den Verzicht auf Werkzeugkosten für Styroporformteile.

Maßgeschneiderte Steckkonstruktion statt Styropor

Entstanden ist eine speziell entwickelte Innenverpackung aus Wabenpappe. Eine intelligente Gefache- und Steckkonstruktion positioniert die OP-Leuchte definiert innerhalb des Umkartons und verhindert unerwünschte Bewegungen während Lagerung und Transport.

Dabei wurde insbesondere auf empfindliche Oberflächen und kritische Kontaktstellen geachtet. Die Konstruktion hält die Leuchte gezielt auf Abstand und nimmt Belastungen kontrolliert auf.

Ein weiterer Vorteil liegt im Handling: Die OP-Leuchte kann direkt in die Verpackung eingelegt werden. Zusätzliche Verpackungsschritte sind nicht erforderlich.

Nachhaltigkeit und Produktschutz zusammengedacht

Wabenpappe bietet für diese Anwendung mehrere Vorteile. Das Material verbindet hohe Stabilität mit geringem Gewicht, ist recyclingfähig und lässt sich platzsparend lagern. Gleichzeitig entfallen Werkzeugkosten, wie sie bei individuell geformten Styroporformteilen entstehen können.

Gerade bei neuen Produkten schafft dieser Ansatz zusätzliche Flexibilität: Änderungen an der Verpackungskonstruktion lassen sich umsetzen, ohne neue Formwerkzeuge herstellen zu müssen.

Für das entwickelte Konzept ergab sich zudem ein fünffach geringeres Lagervolumen. Pro Palette können 140 Leuchten berücksichtigt werden. Die geplante Anwendung umfasst rund 3.500 OP-Leuchten pro Jahr.

Transportfähigkeit im Paketversand geprüft

Neben der konstruktiven Entwicklung wurde auch die Transportfähigkeit betrachtet. Das Verpackungskonzept wurde einem Paketversandtest unterzogen, um zu überprüfen, wie die Konstruktion auf typische Belastungen während des Versands reagiert.

Parallel untersuchte NEXTPACK weitere Lösungsansätze, darunter eine Wickellösung. Das entwickelte Konzept aus Wabenpappe zeigte dabei, welches Potenzial papierbasierte Konstruktionen für sensible Produkte aus der Medizintechnik bieten.

Alternative Materialien neu denken

Das Projekt zeigt, dass Styropor nicht für jede anspruchsvolle Schutzverpackung alternativlos ist. Entscheidend ist, Produkt, Material, Transportweg und Verpackungsprozess gemeinsam zu betrachten.

Die entwickelte Lösung verbindet Produktschutz, Recyclingfähigkeit, Materialeffizienz und platzsparende Lagerung. Auch wenn nicht jedes Entwicklungskonzept anschließend zur Serienverpackung wird, liefern solche Projekte wichtige Erkenntnisse für zukünftige Verpackungslösungen.

Weitere Informationen zu individuellen Schutzverpackungen für Medizintechnik:
www.nextpack.de/schutzverpackungen-medtech

Über die NEXTPACK AG

Die NEXTPACK AG entwickelt und realisiert individuelle Schutzverpackungen und Transportlösungen für anspruchsvolle Industrieprodukte. Dabei kombiniert das Unternehmen Materialien wie Wabenpappe, Wellpappe und PE-Schaum zu passgenauen Verpackungskonzepten. Entwicklung, Musterbau, Produktion und Konfektionierung erfolgen aus einer Hand.

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