„Wir fühlen uns geehrt durch das Vertrauen, das das US-Außenministerium in unsere Arbeit gesetzt hat“, erklärte Franklin Graham, Präsident von Samaritan’s Purse. „Nach Gebet und Gesprächen innerhalb unserer Leitung haben wir jedoch entschieden, diese Mittel nicht in Anspruch zu nehmen.“ Graham begründete die Entscheidung zugleich mit dem Selbstverständnis der christlichen Hilfsorganisation: „Während meiner gesamten Zeit an der Spitze von Samaritan’s Purse haben wir uns bei unserer Finanzierung immer auf Gott verlassen, nicht auf Regierungen – und das werden wir auch weiterhin tun.“
Welche Verantwortung trägt die Zivilgesellschaft?
Samaritan’s Purse Deutschland wäre kein Empfänger der nun abgelehnten Fördermittel gewesen. Dennoch berührt die Entscheidung nach Ansicht der deutschen Vorstandsvorsitzenden Sylke Busenbender eine grundsätzliche Frage, die auch für Deutschland von Bedeutung ist: Wie viel Verantwortung übertragen wir dem Staat – und welche Verantwortung tragen Kirchen, Zivilgesellschaft und jeder Einzelne selbst? „Ein handlungsfähiger Staat ist unverzichtbar, gerade wenn es darum geht, Menschen zu schützen und soziale Sicherheit zu gewährleisten. Aber nicht jede gesellschaftliche Aufgabe kann und sollte an den Staat delegiert werden“, sagt Busenbender. „Als Christen tragen wir Verantwortung für unseren Nächsten. Nächstenliebe ist eine persönliche Aufforderung.“
Für christliche Organisationen komme noch ein weiterer Aspekt hinzu. Regierungen müssten ihre Prioritäten an politischen Mehrheiten, außenpolitischen Interessen und geopolitischen Entwicklungen ausrichten und ihre Strategien entsprechend anpassen. Busenbender betont: „Unser Auftrag hat einen anderen Ausgangspunkt: Für uns steht im Mittelpunkt, wozu uns die Bibel aufruft – Menschen in Not beizustehen und ihnen in Wort und Tat die Liebe Gottes weiterzugeben. Dieser Auftrag verändert sich nicht mit politischen Mehrheiten.“
Eine besondere Rolle spielt dabei die weltweite Gemeinschaft von Christen. Samaritan’s Purse arbeitet in vielen Ländern eng mit lokalen Kirchengemeinden und christlichen Partnern zusammen. „Wir erleben gerade in Krisen immer wieder, welche Kraft entsteht, wenn Menschen füreinander einstehen. Christen unterstützen Menschen, die sie niemals kennengelernt haben, Gemeinden öffnen ihre Türen, Ehrenamtliche helfen vor Ort und Spender ermöglichen diese Arbeit. Uns verbindet über Länder, Kulturen und Konfessionen hinweg ein gemeinsamer Auftrag.“
Spenden ermöglichen eigenständiges Handeln
Samaritan’s Purse Deutschland finanziert seine Arbeit ausschließlich durch Spenden. „Dass so viele Menschen unsere Arbeit freiwillig mittragen, macht unsere Hilfe überhaupt erst möglich und bedeutet für uns zugleich eine große Verantwortung“, sagt Busenbender. „Wir können unseren Auftrag langfristig verfolgen und dort handeln, wo Menschen unsere Hilfe brauchen. Dieses Vertrauen unserer Unterstützer ist keineswegs selbstverständlich.“ Samaritan’s Purse leistet weltweit humanitäre und medizinische Hilfe, unter anderem nach Naturkatastrophen, in Kriegs- und Krisengebieten sowie bei medizinischen Notlagen.
Samaritan’s Purse widmet sich der Unterstützung von Menschen in Not, unabhängig von deren Herkunft, Religion oder Kultur. Unter dem Motto „Helping in Jesus‘ Name“ leistet Samaritan’s Purse weltweit humanitäre und medizinische Hilfe in Kriegs- und Krisengebieten. Einer breiten Öffentlichkeit bekannt ist vor allem die internationale Geschenkaktion „Weihnachten im Schuhkarton“, die Menschen einlädt, Kindern nicht nur das Nötigste zukommen zu lassen, sondern sie zu beschenken und ihnen die Botschaft von der Liebe Gottes zu überbringen. Der deutsche Zweig von Samaritan’s Purse wird von Sylke Busenbender und Marina Nobiling geleitet.
Samaritan’s Purse e. V.
Trachenbergring 93
12249 Berlin
Telefon: +49 (30) 76883-434
Telefax: +49 (30) 76883-333
http://www.die-samariter.org
Telefon: +49 (30) 76883-434
E-Mail: presse@die-samariter.org
![]()
