Einen besonderen Akzent setzte bereits der Auftakt der Konferenz: Mit dem neuen europäischen System für Materialien im Kontakt mit Trinkwasser und den Herausforderungen der Bleireduzierung standen zwei Themen im Mittelpunkt, die für Werkstoffhersteller und Anwender gleichermaßen von großer Bedeutung sind. Die Beiträge von Dr. Thomas Rapp vom Umweltbundesamt sowie Stefanie Facklam und Thorsten Lumpe von WILO gaben wichtige Impulse und boten zugleich viel Raum für Fragen und Diskussionen.
Die thematische Bandbreite der anschließenden Fachsessions reichte von Materialverständnis und Legierungsentwicklung über additive Fertigung, Produktion und Verarbeitung bis hin zu Nachhaltigkeit und Rohstoffversorgung, Korrosion und Oberflächeneigenschaften sowie Elektrifizierung.
Wissenschaft und Industrie Hand in Hand
Die 35 Fachvorträge zeigten, wie eng aktuelle Forschung und industrielle Anwendung bei der Weiterentwicklung von Kupferwerkstoffen miteinander verbunden sind. Im Fokus standen unter anderem bleifreie Legierungen, neue Fertigungs- und Verarbeitungsverfahren, additive Fertigung sowie der Einsatz digitaler Methoden und künstlicher Intelligenz. So wurden beispielsweise Machine-Learning-Ansätze zur Optimierung von Kupferlegierungen und Produktionsprozessen ebenso vorgestellt wie neue additive Fertigungsverfahren für Reinkupfer und Kupferlegierungen.
Auch Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz spielten eine wichtige Rolle. Beiträge zu Rohstoffgewinnung und neuen Wertschöpfungsketten, Kupferrückgewinnung, Life-Cycle-Betrachtungen und digitalen Materialdaten zeigten, wie breit die Branche an Lösungen für zukünftige Anforderungen arbeitet.
Internationaler Austausch und starke Netzwerke
Mit Teilnehmern aus 15 Ländern unterstrich die Copper Alloys 2026 erneut ihren internationalen Charakter. Neben dem wissenschaftlichen Programm boten die beiden Konferenztage viel Raum für persönliche Gespräche, fachliche Diskussionen und neue Kontakte zwischen Unternehmen, Universitäten und Forschungsinstituten.
Eine besondere Gelegenheit dazu bot das gemeinsame Abendprogramm am ersten Konferenztag. Nach einem geführten Spaziergang durch Düsseldorf kamen die Teilnehmer zum Dinner und Networking zusammen und setzten den fachlichen Austausch in entspannter Atmosphäre fort.
Das positive Feedback der Teilnehmer zeigte dabei einmal mehr, dass gerade die Verbindung aus hochkarätigem wissenschaftlichem Programm und persönlichem internationalem Austausch den besonderen Charakter der Copper Alloys ausmacht.
Etablierte Plattform für die internationale Kupferforschung
Die Copper Alloys wird alle zwei Jahre vom Kupferverband gemeinsam mit den schwedischen Forschungsinstituten RISE und Swerim organisiert. Sie bringt Produzenten und Anwender von Kupfer und Kupferlegierungen mit Universitäten und Forschungsinstituten zusammen und schafft eine Plattform, um neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und internationale Netzwerke weiter auszubauen. Nach Düsseldorf geht die Reise wieder nach Schweden: 2028 findet die Copper Alloys erneut in Stockholm statt.
Der Kupferverband als zentraler Verband der Kupferindustrie mit europäischer Ausrichtung bündelt die unterschiedlichen fachspezifischen Interessen der kupferverarbeitenden Unternehmen und ist das Sprachrohr der Kupferindustrie.
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