Bovenschulte geht vom Fortbestand des Bremer Werks aus, in dem das Elektromodell GLC gebaut wird. „Ich nehme die Ansage des Vorstands sehr ernst, aber ich sehe Bremen nicht als Wackelkandidaten. Die Auftragsbücher sind voll, wir fahren drei Schichten“, unterstreicht der Bürgermeister. „Hier wird seit diesem Jahr der elektrische GLC gebaut – eines der wichtigsten Modelle im Konzern und ein Schlüsselfahrzeug für die Zukunft von Mercedes. Bremen hat bewiesen, dass es E-Mobilität in Serie kann. Wer einen solchen Standort infrage stellt, spart am falschen Ende.“
Kritisch sieht der SPD-Politiker, dass die Bundesregierung chinesische Plug-in-Hybride nicht mit gleich hohen Zöllen belegt hat wie chinesische Elektroautos. „Es ist schwer nachvollziehbar, dass auf chinesische E-Autos bis zu 45 Prozent Zoll fällig werden, auf Plug-in-Hybride aber nur zehn. Genau diese Lücke nutzen chinesische Hersteller inzwischen gezielt“, kritisiert Bovenschulte. „Wir haben nichts gegen Wettbewerb, auch nicht aus China. Aber er muss fair sein. Wenn staatliche Subventionen den Markt verzerren, muss Europa seine Industrie wirksam schützen.“
Redakteur: Claudius Maintz
Motor Presse Stuttgart
Leuschnerstr. 1
70174 Stuttgart
Telefon: +49 (711) 182-0
Telefax: +49 (711) 182-1779
http://www.motorpresse.de
Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG
Telefon: +49 (170) 4037-880
E-Mail: axe@s-press-medien.de
![]()
