Metaller aus Leidenschaft: Lukas Wunderlich ist Azubi des Monats November

Alte Denkmäler und junge Menschen – das mutet auf den ersten Blick an wie Tag und Nacht. Doch wie perfekt in diesem übertragenen Sinne „Alt und Jung“ zusammenpassen, beweisen der 20-jährige Metallbauerlehrling (Fachrichtung Konstruktionstechnik) Lukas Wunderlich und das 1851 errichtete Brösedenkmal in Brandenburg an der Havel. Die beiden haben eine ganz besondere Beziehung. Denn der junge Nachwuchsmetaller restaurierte dieses gusseiserne Denkmal und sorgte so dafür, dass auch kommende Generationen bei ihren Spaziergängen im Brandenburger Krugpark das Werk von Schornsteinfeger Bröse bewundern können.

Dass Lukas diese Leistung schon in so jungen Jahren erbringen konnte, ist zum einen dem Ausbildungsbetrieb, der Metallbau Windeck GmbH zu verdanken, die schnell die Talente ihres Lehrlings erkannte und ihn förderte. Zum anderen aber auch seiner Leidenschaft, die der junge Mann für den Werkstoff Metall in den letzten Jahren entwickelte.

Für sein vorbildliches Ausbildungsengagement wird Lukas Wunderlich nun als Azubi des Monats November durch die Handwerkskammer Potsdam geehrt.


An seinem Ausbildungsplatz, der Metallbau Windeck GmbH, erhält er vom Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam, Ralph Bührig, am 13. November um 10 Uhr die Auszeichnung.

So richtig sicher war sich Lukas nach dem Schulabschluss im Jahr 2016 noch nicht, wohin sein beruflicher Weg ihn einmal führen würde. Klar war jedoch, dass es etwas Handwerkliches sein sollte. Eigentlich liebäugelte er zunächst mit dem Werkstoff Holz. Der Gedanke an eine Tischlerlehre gefiel ihm. Seine Mutter setzte schließlich den Impuls Richtung Metallbau. Sie motivierte ihren Sohn, sich auf eine Lehrstellenanzeige des Handwerksbetriebs in Kloster Lehnin zu bewerben. Lukas´ handwerkliches Geschick beim Probearbeiten, das ihm wohl auch sein Großvater mitgegeben hatte, überzeugte. Nur wenige Wochen später hielt er den unterzeichneten Ausbildungsvertrag in der Hand.

Mit welch großem Talent der angehende Metallbauer gesegnet ist, zeigte sich ziemlich schnell. Ausbildungsleiterin Sandra Damaschke verweist nicht nur auf seine persönliche Charakterstärke, auch sein Umgang mit dem Werkstoff selbst sei „fast liebevoll. Ob Feilen, Schweißen oder Schneiden, er versteht es exzellent, mit Stahl umzugehen. Selbst wenn es knifflig wird, weicht er nicht von seinem hohen Qualitätsanspruch ab. Dabei hinterfragt er Arbeitsaufgaben, will verstehen und bringt eigene Ideen mit ein.“ Sie lobt dabei auch seine Zuverlässigkeit und freundliches Auftreten gegenüber Kollegen, aber auch seine aktive Beteiligung in der Berufsschule im Rahmen der theoretischen Aufgaben.

Inzwischen befindet sich Lukas auf der Zielgeraden seiner Ausbildung. In wenigen Monaten winkt ihm der Gesellenbrief. Dabei war der Weg bis heute für ihn mit tollen Höhepunkten gespickt. Sein Ausbilder und Mentor Lutz Sperling motivierte ihn beispielsweise, am Wettbewerb „Jugend schweißt“ teilzunehmen. Der junge Mann aus Beetzsee „lieferte“ prompt. Auf Bezirksebene entschied Lukas das WIG-Schweißen für sich. Und auch auf Landesebene konnte er mit seinem dritten Platz auf dem Siegertreppchen stehen. Zudem erwarb er wichtige Erfahrungen im Schweißen.

Auch wenn in den kommenden Wochen die Zeit der Abschlussprüfungen und die Anfertigung des Gesellenstückes auf ihn wartet, weiß Lukas heute schon, wie es für ihn beruflich weiter geht. Er wird im Familienunternehmen bleiben. Perspektivisch soll er dabei in die Fußstapfen seines Mentors treten, von dessen Fachwissen er während seiner Lehrzeit rundum profitierte. Auch hier zeigt sich einmal mehr, wie gut Jung und Alt zusammen passen. Lehrling und Mentor sprechen eine Sprache, können sich aufeinander verlassen und zeugen sich gegenseitig Respekt.

Lukas Wunderlich geht in seiner Arbeit auf und gehört zum hoffnungsvollen Nachwuchs des einstigen Zukunftspreisträgers Metallbau Windeck. Privat mag es der junge Mann eher ruhig. Seine Familie und seine Freundin stehen in seiner Freizeit an erster Stelle.

Lukas’ Ausbildungsbetrieb wurde 1895 gegründet. Heute führt Diplomingenieur Oliver Windeck gemeinsam mit seiner Schwester Sandra Damaschke das Unternehmen in vierter Generation weiter, wissend, dass auch die fünfte bereits in den Startlöchern steht. Rund 130 Mitarbeiter stehen heute in dem Handwerksbetrieb in Lohn und Brot. Fast genauso viele Lehrlinge bildete der Metallbaubetrieb in neun Ausbildungsberufen in den vergangenen Jahren aus. Dazu gehören u.a. Metallbauer/in, Fachkraft für Lagerlogistik, Technische Systemplaner/in oder Kauffrau/mann für Büromanagement. Die hohe Qualität der Ausbildung zeigt sich u.a. auch darin, dass das Unternehmen zum zweiten Mal einen Azubi des Monats in den eigenen Reihen weiß. Denn fast auf den Tag genau vor zwei Jahren machte sich die Handwerkskammer Potsdam schon einmal auf den Weg nach Kloster-Lehnin, um die Ausbildungsleistung von Lehrling und Betrieb zu würdigen. Wenn das kein gutes Omen für die Zukunft ist.

Presseeinladung (Foto- /Filmtermin)
Wann: Mittwoch, den 13. November 2019, 10 Uhr
Wo: Metallbau Windeck GmbH, Rietzer berg 29, 14797 Kloster Lehnin OT Rietz

Im Kammerbezirk der Handwerkskammer Potsdam sind aktuell rund 840 freie Lehrstellen und über 150 Praktika-Angebote in 63 Ausbildungsberufen zu vergeben. Auf die Ausbildungsberufe Metallbauer/in entfallen dabei 52, Bürokaufmann/frau 19, Technische(r) Systemplaner/in (IH) zwei, Fachkraft für Lagerlogistik 17 sowie Kauffrau/mann für Büromanagement 33 freie Lehrstellen im westbrandenburgischen Handwerk.
www.hwk-potsdam.de/lehrstellenangebote

Seit Juli 2014 ehrt die Handwerkskammer Potsdam monatlich einen Lehrling als „Azubi des Monats“. Vorgeschlagen werden die „Azubis des Monats“ von ihren Ausbildungsbetrieben, denn sie können am besten einschätzen, wer diese Auszeichnung verdient.

Über Handwerkskammer Potsdam

Die Handwerkskammer (HWK) Potsdam ist eine als Körperschaft des öffentlichen Rechts organisierte Selbstverwaltungseinrichtung für die Landkreise Havelland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin, Potsdam-Mittelmark, Prignitz, Teltow-Fläming und die kreisfreien Städten Potsdam und Brandenburg an der Havel. Sie ist die Interessenvertretung von rund 17.400 Mitgliedsbetrieben und ihren mehr als 70.500 Beschäftigten in über 150 Gewerken.

Die HWK Potsdam setzt sich für die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der Handwerks-branche ein, bündelt die Kräfte und Gemeinsamkeiten des Handwerks und bietet ihren Mitgliedsbetrieben zahlreiche Unterstützungen bei wirtschaftlichen und rechtlichen Fragen. Zu den Mitgliedsunternehmen gehören Handwerksbetriebe aller Branchen; vor allem aus dem Bau- und Ausbaugewerbe, Elektro und Metall, Holz, Bekleidung und Textil, Gesundheit, Reinigung sowie Nahrungsmittel.

Die HWK Potsdam bietet in ihrem Zentrum für Gewerbeförderung in Götz umfangreiche Angebote für die Weiterbildung im westbrandenburgischen Handwerk und führt in den dortigen Lehrwerkstätten auch die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung durch. Sie ist zuständig für Gesellen-, Meister- und Fortbildungsprüfungen im Handwerk.

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