Wenn’s um die Wurst geht, stellt sich die Toleranzfrage

Wie gehen wir mit Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen um? Dieser Frage, die in einer multikulturellen Gesellschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt, widmet sich die neue Ausgabe vom i.m.a-Lehrermagazin „lebens.mittel.punkt“ unter einem besonders sensiblen Aspekt: der Ernährung. Denn ein tolerantes Miteinander reicht immer häufiger nicht über den Tellerrand hinaus. Oft geht es um die Wurst, wenn Veganer Fleischesser kritisieren und diese sich angegriffen fühlen. Um wie viel komplizierter es werden kann, wenn in Schulen nicht nur vegetarisches oder veganes Essen angeboten werden soll, sondern auch Speisen, die halal oder koscher sind, ist ein Schwerpunkt-Thema im Lehrermagazin.

Für Muslime ist der Verzehr von Schweinefleisch verboten, denn die Tiere gelten im Islam als unrein. Auch Juden meiden Schweinefleisch, zudem sollen Milch- und Fleischspeisen getrennt zubereitet, gelagert und gegessen werden. Allein diese Beispiele verdeutlichen die Herausforderungen, vor der die Betreiber von Schulkantinen bei der Gemeinschaftsverpflegung stehen.

Diese Herausforderung als Chance zu begreifen, mehr über andere Menschen und deren Herkunft, Glauben und Lebenseinstellungen zu erfahren, ist Anliegen des Unterrichtbausteins der im i.m.a-Lehrermagazin für die Sekundarstufe angeboten wird. Schüler sollen sich mit ihrer eigenen Ernährung befassen, Vorlieben und Abneigungen artikulieren, Fakten über Speisevorschriften verschiedener Religionen kennenlernen und auch Gemeinsamkeiten in den unterschiedlichen Ernährungsweisen entdecken. „Wir wollen mit diesem Thema Vorschläge für ein respektvolles Miteinander im Schulalltag anbieten“, erläutert die Redaktionsleiterin des Lehrermagazins, Dr. Stephanie Dorandt.


Die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Ernährungsformen könne auch die Empathie und das Verständnis für andere Menschen und Lebensformen beflügeln. Und Essen sei von jeher ein verbindendes Element, das Neugierde wecke. Nicht zuletzt ließe sich das immer wieder beim Urlaub in fernen Ländern erleben. „Warum dann nicht auch zuhause in Deutschland?“, fragt Dr. Dorandt.

In einem weiteren Unterrichtsbaustein für die Sekundarstufe geht es um unterschiedliche Mehlsorten und deren Anwendungsbereiche. Für die Primarstufe gibt es einen Unterrichtsbaustein, bei dem die Kartoffelstärke als Nähr- und Rohstoff im Fokus steht. Und mit Nutria, Waschbär und Marderhund werden Grundschülern gebietsfremde Wildtiere vorgestellt, deren Existenz für heimische Tiere problematisch sein kann. Grundschulkindern sollen so erste ökologische Zusammenhänge vermittelt werden. – Die neue Ausgabe vom „lebens.mittel.punkt“ kann auf www.ima-agrar.de kostenlos online gelesen oder heruntergeladen werden. Abonnieren kann man die gedruckte Ausgabe auf www.ima-lehrermagazin.de (kostenfrei für Lehrkräfte).

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Als gemeinnütziger Verein informieren wir über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen, die in der Landwirtschaft tätig sind, und über die Bedeutung der Landwirtschaft für die Gesellschaft. Weil immer mehr Menschen immer seltener Gelegenheit haben, sich selbst ein reales Bild von der Landwirtschaft zu machen, kommt es insbesondere darauf an, bereits Kindern und Jugendlichen durch die Bereitstellung von Lehrmaterialien und mit Hilfe von Pädagogen Einblicke in die heutige Welt der Landwirtschaft zu vermitteln. Die i.m.a-Arbeit wird von den deutschen Bäuerinnen und Bauern getragen und von der Landwirtschaftlichen Rentenbank finanziell gefördert.

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