Neue Teams für das Startbüro Babelsberg

Das Dokumentarfilm-Duo „Pitaya Films“ und das Stoff-Entwicklungsnetzwerk gewinnen das gemeinsame Stipendium von Studio Babelsberg und Filmuniversität mit Unterstützung des Medienboards und der Brandenburger Förderbank ILB.

Vor sechs Jahren hat das „Startbüro Babelsberg“ zum ersten Mal seine Türen für junge Filmschaffende geöffnet. Studio Babelsberg und Filmuniversität haben mit Unterstützung des Medienboards und der Brandenburger Förderbank ILB die Initiative ins Leben gerufen, um Absolvent*innen der Hochschule am Standort eine Plattform zu bieten, auf der sie ihre Visionen bestmöglich umsetzen können. Zehn Teams haben inzwischen erfolgreich an ihren innovativen Projektideen gearbeitet. Das Stipendium hat ihnen nicht nur für ein Jahr lang einen Coworkingspace mit Basisausstattung im Anbau der historischen Marlene-Dietrich-Halle auf dem Studio-Babelsberg-Gelände zur Verfügung gestellt sowie ein finanzielles Budget von insgesamt 20.000 Euro. Auch die Beratung durch Mentor*innen der beteiligten Partner und die unmittelbare Nähe zu den ansässigen Firmen haben dabei geholfen, unter besten Bedingungen in die berufliche Zukunft zu starten. Branchen-Kontakte ausbauen, kreative Unternehmerpersönlichkeiten bei der Entwicklung unterstützen und neuen filmischen Ansätzen zum Erfolg zu verhelfen, das sind die Kernziele des „Startbüro Babelsberg“, das auch in 2020 wieder von zwei Teams bezogen wird.

Aus den zahlreichen Bewerbungen ausgewählt wurde „Pitaya Films“. Unter diesem Namen gründen die Regisseurinnen Therese Koppe und Esther Niemeier eine Dokumentarfilmproduktionsfirma für weibliche Stoffe. Innovative und außergewöhnliche Stoffe von Nachwuchs-Filmemacherinnen für den nationalen und internationalen Markt sollen entwickelt und hergestellt werden. So ist der Einsatz neuer Medienformen und das Thema Internationalität auch bei den ersten für das Startbüro geplanten Projekten zentral: die Projekte „Amalies Schatten“ (AT) und „Haunting Heimat“ (AT). Für Haunting Heimat führt Therese Koppe gerade einen Recherche-Dreh in Namibia durch. Im Film geht es um zwei Schwestern – Afra und Esi – und die Geschichte ihrer namibisch-deutschen Familie Schimming-Chase, die tief in die Kolonialgeschichte verwickelt ist. Ihre Erlebnisse stehen stellvertretend für die geteilte und bewegte Geschichte Namibias und Deutschlands. Dreißig Jahre nach dem Ende der Apartheid in Namibia sowie nach dem Fall der Mauer besuchen die beiden Frauen zum ersten Mal die deutsche Seite ihrer Familie in Potsdam. In „Amalies Schatten“ geht Esther Niemeier dem Tod ihrer Urgroßmutter nach, die während der NS-Zeit in einer psychiatrischen Klinik getötet wurde. Anhand Amalies einzigen Vermächtnisses, ihrer Briefe, gibt die Urenkelin einer Frau, die zum Schweigen gebracht wurde, wieder eine Stimme.

Jonas Lobgesang und Paul M. M. Schmitt sind der Kern des zweiten Projekt-Teams. Die Drehbuch-Absolventen bauen ein Stoff-Entwicklungsnetzwerk auf, um zeitgemäße, gesellschaftlich und künstlerisch relevante, herausfordernde Serienstoffe zu entwickeln und zu produzieren. Dabei setzen sie sich auch für fairere und familienfreundliche, sowie ökologisch nachhaltige Arbeits- und Produktionsbedingungen ein. Eine ganze Reihe von Serien sollen so geschrieben und umgesetzt werden. Eine davon ist „Heimat“, eine Polit-Crime-Serie über zwei Frauen in der nationalistischen Szene: die verdeckte Ermittlerin Mia und Freya, eine charismatische Anführerin einer rechtsradikalen Graswurzelbewegung – zwei Frauen, die sich näherkommen, als sie es sollten. Auch mit ihren anderen Serienprojekten scheuen sich Lobgesang und Schmitt nicht, in die Abgründe von Persönlichkeit und Gesellschaft vorzudringen und wollen so zugleich ihre Zuschauer bewegen aber auch starke Partner für die Umsetzung gewinnen.

Auch wenn für beide Teams Heimat alles andere als reine Komfortzone ist, wünschen wir Pitaya Films und dem Stoff-Entwicklungsnetzwerk mit dem Startbüro Babelsberg einen stabilen Heimathafen und viel Erfolg bei ihren Unternehmungen. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse!

Über Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Startbüro Babelsberg, die gemeinsame Initiative von Studio Babelsberg und Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF mit Unterstützung der Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH und der Brandenburger Förderbank ILB, fördert Teams bei der Umsetzung von Projektideen zur Entwicklung von innovativem Content oder innovativem Technologieeinsatz, die neue Impulse für die Medienproduktion setzen.

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