R+V hilft Kunden gegen Corona

 

– Corona: R+V-Geschäftsbetrieb gesichert, umfassende Kundenbetreuung gewährleistet, 15.000 Mitarbeiter im Homeoffice
– Ungewisses Geschäftsjahr 2020: Beitragsplus von 11 Prozent in den ersten beiden Monaten, Corona-Auswirkungen belasten weiteren Geschäftsverlauf
– Erfolgreiches Geschäftsjahr 2019: Neuer Rekord bei Beiträgen, mehr Kunden und Mitarbeiter, weniger Schäden aus Naturgefahren


Das Coronavirus wirkt sich in Deutschland massiv auf alle Lebensbereiche aus – dies trifft auch die Versicherungswirtschaft. „Für uns als R+V Versicherung geht es in erster Linie darum, unsere Mitarbeiter zu schützen und den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten, um auch weiterhin uneingeschränkt für unsere Kunden da zu sein und ihnen gerade jetzt schnell und unkompliziert zu helfen“, betont Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der R+V Versicherung AG. 

Erleichterungen bei Liquiditätsproblemen, Zusatzleistungen und Services
„Füreinander da zu sein ist in schwierigen Zeiten wie diesen ein wichtiges Signal an unsere Kunden, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern. Unseren Privat- und Firmenkunden bieten wir daher in allen Sparten vielfältige Hilfen bei finanziellen Problemen und Erleichterungen, die negative Auswirkungen der Corona-Krise lindern sollen“, so der R+V-Chef.

Beispiele:
Sollten einzelne Kunden aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten ihre Beiträge nicht mehr zahlen können, bemühe sich die R+V nach Kräften, mit ihnen individuelle Lösungen zu finden, so Rollinger. Für alle Sparverträge zum Vermögens- und Vorsorgeaufbau können Kunden beispielsweise formlos Stundungen beantragen. Diese gewährt die R+V zinslos bis zu einer Dauer von sechs Monaten. Diese Regelung gilt zunächst bis zum 30.06.2020. Krankenvollversicherte können ihren Vertrag auf einen Tarif mit geringerem Leistungsumfang oder/und höherem Selbstbehalt umstellen, um Beiträge zu sparen. Innerhalb von maximal sechs Monaten ist ohne erneute Gesundheitsprüfung ein Wechsel zurück in den Ursprungstarif möglich.

Auch die Kfz-Firmenkunden der R+V sind in einigen Branchen stark betroffen. Viele Zulassungsstellen sind geschlossen oder haben nur noch eingeschränkte Öffnungszeiten. Deshalb bietet die R+V ihren Kunden bis zum 30.04.2020 eine beitragsfreie Ruheversicherung ohne amtliche Stilllegung. Außerdem wurde die jährliche Gewinnbeteiligung für Firmenkunden mit gutem Schadenverlauf vorgezogen.

Die R+V unterstützt ihre Firmenkunden darüber hinaus dabei, Lkw und Zugmaschinen, die bisher nur für den Werkverkehr im Einsatz waren, auch für den Güterverkehr und damit beispielsweise für die Lieferung von Lebensmitteln nutzen zu können.

Die Kreditversicherung leistet grundsätzlich einen wichtigen Beitrag zur Liquiditätssicherung von Unternehmen. Für die R+V-Warenkreditversicherung und auch die R+V-Kautionsversicherung gilt aktuell: Die R+V wird keine generellen Einschränkungen oder Reduzierungen bei übernommenen Risiken vornehmen. Auch stehen alle Produktlinien und deren bedingungsgemäße Leistungen den Kunden weiterhin zur Verfügung.

Auch für die bei der R+V versicherten Ärzte, die aktuell eine besonders wichtige gesellschaftliche Aufgabe wahrnehmen, hat der genossenschaftliche Versicherer den Versicherungsschutz im Rahmen der Berufshaftpflichtversicherung erweitert. So sind jetzt
beispielsweise auch telemedizinische (z. B. Video-Beratung) und telefonische Beratungen (z. B. Notrufzentrale) abgesichert, ebenso die Unterstützung oder Vertretung von erkrankten ärztlichen Kollegen (z. B. Praxisvertretung).

Ab 1. April 2020 bietet die R+V ihren krankenvollversicherten Kunden über ihren Kooperationspartner TeleClinic GmbH eine Plattform für telemedizinische Behandlung an. Je nach medizinischem Anliegen vermittelt die TeleClinic GmbH einen Gesprächstermin bei einem Arzt aus ihrem Ärztenetzwerk. Die digitale Sprechstunde erweist sich gerade in Corona-Zeiten als Vorteil. So können Ansteckungen im Wartezimmer vermieden werden. Daher ermöglicht die TeleClinic GmbH auch R+V-Kunden bis 15. April 2020 ein kostenfreies Corona-Arztgespräch.

10.000 zusätzliche Heimarbeitsplätze geschaffen, 20 Corona-Infizierte
Die R+V hat sich frühzeitig auf die Corona-Pandemie vorbereitet und bereits Ende Februar ein Lagezentrum eingerichtet. Das bundesweit besetzte 50-köpfige Team hat die zentrale Aufgabe, die Auswirkungen des Virus auf die Geschäftstätigkeit der R+V und die Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten. Rund um die Uhr beobachten die Teammitglieder die sich verändernde Weltlage und leiten daraus Empfehlungen für die R+V ab.

So hat der genossenschaftliche Versicherer schon frühzeitig die technischen und organisatorischen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass ab dem 30. März 2020 rund 15.000 von den in Deutschland mehr als 16.000 R+V-Mitarbeitern im Homeoffice arbeiten und umfassende Unterstützung erhalten. Um das zu ermöglichen, hat die R+V innerhalb kurzer Zeit 10.000 zusätzliche mobile Arbeitsplätze eingerichtet. Darunter auch für viele Mitarbeiter, die spezielle IT-Anwendungen benötigen und nun per Remote Access von zu Hause aus arbeiten können. Die verbleibenden Kollegen – insbesondere in der IT, in der Post- und Warenannahme und im Kundenservice – sorgen vor Ort dafür, dass die Geschäftsprozesse weiterlaufen. Videoberatung und die Möglichkeit digitaler Unterschriften helfen den Außendienst-Mitarbeitern aktuell, ihre Kunden trotz Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen weiter umfassend zu betreuen.

Rollinger: „Wir haben die Homeoffice-Quote sukzessive weiter hochgefahren.“ Das dient dem Schutz der Mitarbeiter und gewährleistet, dass der Geschäftsbetrieb der R+V ungehindert weiterlaufen kann – von der Kundenberatung über die Policierung von Verträgen bis zur Bearbeitung von Schäden. „Als einer der führenden deutschen Versicherer und als der größte private Arbeitgeber an unserem Direktionsstandort in Wiesbaden haben wir zudem auch die gesellschaftliche Verantwortung, der weiteren Verbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken.“

Aktuell sind bundesweit 20 R+V-Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden, fünf davon sind bereits wieder gesund. Die meisten der positiv getesteten Mitarbeiter sind Rückkehrer aus Risikogebieten, die seit ihrem Urlaub vorsorglich von zu Hause arbeiten, um das Ansteckungsrisiko für Kollegen auf ein Minimum zu reduzieren.

2020: Gedämpfte Aussichten durch Corona
„Da sich die Dauer und damit die Schwere der Folgen der Corona-Pandemie noch nicht absehen lassen, können wir die Auswirkungen auf unser Geschäft zum jetzigen Zeitpunkt auch überhaupt noch nicht beziffern“, so der R+V-Vorstandsvorsitzende.

Sicher sei aber, dass sich der Wachstumskurs der letzten Jahre in 2020 zunächst nicht ungebremst fortsetzen werde. Die aktuelle Marktlage und die wirtschaftlichen Aussichten für den weiteren Verlauf des Jahres sind ungewiss. So wird sich die prognostizierte steigende Zahl an Insolvenzen auch bei der R+V niederschlagen. Im Firmen- wie im Privatkundengeschäft ist damit zu rechnen, dass sich die dynamische Neugeschäftsentwicklung des Jahresbeginns deutlich abschwächen wird. Ebenso wird der Wunsch von Kunden nach Beitragsfreistellungen den Umsatz im laufenden Geschäftsjahr zusätzlich schmälern.

Wachstumsstarker Jahresauftakt
In den ersten beiden Monaten dieses Jahres verzeichnete die genossenschaftliche R+V Versicherung eine sehr gute Neugeschäftsentwicklung und legte mit einem Beitragsplus von 11,1 Prozent in der Erstversicherung einen gelungenen Jahresauftakt 2020 hin:

Die Schaden-/Unfallversicherung hat ihre Beiträge um 6,6 Prozent gesteigert. Auch ihre starke Position als drittgrößter deutscher Kfz-Versicherer hat die R+V mit einem positiven Wechselgeschäft weiter gefestigt.

Zum guten Beitragszuwachs von 20,1 Prozent in der Lebens- und Pensionsversicherung haben besonders neue Garantieprodukte beigetragen. Darunter auch die neue Rentenversicherung R+V-AnlageKombi Safe+Smart, mit der die R+V seit Jahresbeginn am Markt ist.

Die R+V Krankenversicherung legte in den ersten beiden Monaten 2020 ebenfalls deutlich um 5,9 Prozent zu.

Sturm Sabine kostet 66 Millionen Euro
Der Frühjahrssturm Sabine zu Beginn des laufenden Jahres schlug bei der R+V mit 40.400 Schadenmeldungen und einem Schadenvolumen von rund 66 Millionen Euro zu Buche. Damit war Sabine das schadenträchtigste Einzelereignis in der Erstversicherung seit dem Sturm Friederike vor zwei Jahren.

2019: Hoher IFRS-Gewinn aufgrund von Sondereffekten
Der R+V Konzern beendete das Geschäftsjahr 2019 nach der internationalen Rechnungslegung IFRS mit einem Vorsteuergewinn in Höhe von 1,0 Milliarden Euro. Für den starken Ergebnisanstieg gegenüber dem Vorjahresgewinn in Höhe von 448 Millionen Euro war maßgeblich ein besonders hohes Kapitalanlageergebnis von 6,2 Milliarden Euro (2018: 1,2 Milliarden Euro) verantwortlich. Insbesondere die weiter gesunkenen Zinsen an den Kapitalmärkten und die Besonderheiten der Rechnungslegung nach IFRS – die den Ansatz der Kapitalanlagen zu aktuellen Marktwerten verlangt – wirkten sich hier aus. Nach der deutschen HGB-Rechnungslegung lag das Vorsteuerergebnis mit 296 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahr (300 Millionen Euro).

200.000 neue Kunden, 465 neue Mitarbeiter
Darüber hinaus haben alle Geschäftsbereiche mit guten versicherungstechnischen Ergebnissen zum hohen Konzernergebnis beigetragen. Im R+V Konzern stiegen die Beitragseinnahmen um 7,8 Prozent auf 17,4 Milliarden Euro. In der deutschen Erstversicherung verzeichnete die R+V ein sehr gutes Beitragswachstum von 6,1 Prozent auf rund 15 Milliarden Euro. Alle Segmente trugen dazu bei. Auch die Anzahl der Kunden hat sich 2019 weiter um 200.000 erhöht. Insgesamt vertrauen heute 8,8 Millionen Kunden der R+V in allen Versicherungsbelangen.

Mit der erfolgreichen Geschäftsentwicklung der R+V im Jahr 2019 ging auch ein erneuter Anstieg der Zahl der Mitarbeiter einher: Zum 31.12.2019 beschäftigte die R+V Gruppe in Deutschland 16.080 Mitarbeiter, 465 mehr als im Vorjahr. Höhere Mitarbeiterzahlen verzeichneten besonders die Bereiche Schadenbearbeitung, das R+V-Servicecenter und die IT.

4,6 Millionen Euro Cashback für VR-Mitglieder-Plus-Kunden
649 teilnehmende Volksbanken und Raiffeisenbanken, 150.000 Kunden und 250.000 abgeschlossene Verträge – das ist die Erfolgsbilanz des ersten Mitglieder-Plus-Produkts, der VR-Mitglieder-PrivatPolice. Sie ist damit eine der erfolgreichsten Produkteinführungen in der Geschichte der R+V Versicherung. Jetzt hat das 2019 gestartete Cashback-Produkt die erste Beitragsrückerstattung an seine Kunden in Höhe von 4,6 Millionen Euro vorgenommen. „Wir bauen dieses Erfolgskonzept weiter aus“, berichtet Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der R+V Versicherung. Den Cashback gibt es bisher für die fünf Bausteine der VR-Mitglieder-PrivatPolice: Hausrat, Wohngebäude, Haftpflicht, Rechtsschutz und Unfall. Seit 1. Januar 2020 ist auch die R+V Betriebskrankenkasse Teil der Mitglieder-Plus-Familie. Neu ist zudem die Risiko-UnfallPolice. Künftig sollen auch Kfz-Kunden in den Genuss einer möglichen Beitragsrückerstattung kommen.

Zielgruppe des Mitglieder-Plus-Konzepts sind 18,6 Millionen Menschen, die Mitglied einer Genossenschaftsbank sind. Dieses Mitgliedergeschäft zu fördern, hat sich die R+V als der Versicherer der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken auf die Fahnen geschrieben. Die Grundidee: Alle Mitglieder einer Genossenschaftsbank bilden eine Versichertengemeinschaft. „Ganz im Sinne unseres neuen Markenauftritts ‚Du bist nicht allein‘ erhalten sie bei gutem Schadenverlauf einen Teil der Beiträge zurück“, erläutert Rollinger. „Wir setzen dabei auf das faire Verhalten unserer Kunden.“

Ab 2022 alle Omnikanal-Produkte und -Services auf einer Plattform
Sich gegenseitig helfen, gemeinsam große Ziele erreichen, Verantwortung für andere übernehmen, kurz: genossenschaftlich denken und handeln. „Das ist seit jeher Teil unserer DNA und unser zentraler Erfolgsfaktor“, betont R+V-Chef Rollinger. „Dazu bekennen wir uns jetzt noch offensiver und werden unsere gemeinsamen Anstrengungen zusammen mit unseren Partnern in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken weiter intensivieren.“

Als in Deutschland einzigartiger Allfinanzverbund sei die Genossenschaftliche FinanzGruppe dafür prädestiniert. Hierzu arbeitet die R+V intensiv mit dem Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) und dem genossenschaftlichen IT-Dienstleister Fiducia & GAD IT AG an einer gemeinsamen Vertriebsplattform, die über das Onlinebanking der Genossenschaftsbanken läuft. Diese soll bis 2022 alle Omnikanal-Produkte und -Services der FinanzGruppe vereinen. Für die R+V entwickelt ein eigenes Team erste Produkte, die bereits im Test bei Beratern und Kunden sind. „Der personelle Vertrieb wird auch im Omnikanalmix immer eine elementare Bedeutung behalten“, ist der R+V-Vorstandsvorsitzende überzeugt.

Naturschäden auf 224 Millionen Euro gesunken
Auf der Schadenseite sorgte eine geringere Anzahl an Naturschadenereignissen für einen deutlich geringeren Schadenaufwand in der Erstversicherung. Für insgesamt 107.000 Schäden, 31.000 weniger als im Vorjahr, zahlte die R+V an ihre Kunden 224 Millionen Euro. Der Schadenaufwand lag damit um 15,7 Prozent unter dem des Vorjahres.

Die Verwaltungskostenquoten der R+V bewegten sich 2019 konstant auf Vorjahresniveau und weiterhin deutlich unter Branchenniveau: Leben/Pension: 1,2 Prozent, Kranken: 1,6 Prozent, Schaden/Unfall: 10,9 Prozent.

Die R+V Versicherung, eines der finanzstärksten deutschen Versicherungsunternehmen, verfügte trotz eines herausfordernden Kapitalmarktumfeldes zum 31.12.2019 weiterhin über eine komfortable ökonomische Risikotragfähigkeit unter Solvency II von 237 Prozent. Dadurch sei die R+V auch für die Auswirkungen des Coronavirus gut gewappnet, sagt R+V-Chef Rollinger.

Über die R+V Allgemeine Versicherung AG

Die R+V Gruppe umfasst im Wesentlichen die R+V-Konzerngesellschaften sowie die Versicherungsvereine R+V Lebensversicherung a.G., R+V Pensionsversicherung a.G., Vereinigte Tierversicherung Gesellschaft a.G. und die KRAVAG-SACH Versicherung des Deutschen Kraftverkehrs VaG.

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