ThEEN fordert Fall des 52-GW Solardeckels und Entkopplung von Einigung bei Windenergie

In einem Schreiben an die Thüringer Bundestagsabgeordneten, die Thüringer Landesregierung sowie die Thüringer Landtagsabgeordneten fordert das Thüringer Erneuerbare Energien Netzwerk (ThEEN) e.V. die Politik auf, sich für die Abschaffung des 52-GW Solardeckels und eine Entkopplung dieser von der ausstehenden Einigung zu den Mindestabständen für Windenergie einzusetzen.

Erneuerbare Energiequellen hatten laut Fraunhofer ISE im Jahr 2019 einen Anteil von ca. 46 Prozent an der öffentlichen Nettostromerzeugung. 20 Jahre nach Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) spiegeln diese Zahlen die Erfolgsgeschichte der klimafreundlichen Energieversorgung.

Derzeit beunruhigt die Branche allerdings die Situation bei der Dachflächenphotovoltaik sehr. Weder die Abschaffung des 52-Gigawatt-Deckels für die Photovoltaik ist in Sicht, noch eine Einigung über Mindestabstände bei Windparks zu Wohnsiedlungen. „Die Aufhebung des Solardeckels wird seit Monaten an die Einigung bei den Mindestabständen für Windkraft geknüpft, obwohl diese inhaltlich nichts miteinander zu tun haben“, so Michael Heinrich, ThEEN-Vorstand und MHB Windenergie GmbH. „Diese Kopplung beider Sachverhalte soll dringend aufgehoben werden, damit die aktuelle Lage der Solarbranche nicht weiterhin erschwert wird.“ 

Der Bundesrat und auch die Thüringer Landesregierung haben die Bundesregierung wiederholt aufgefordert, den 52-Gigawatt-Deckel für die Solarförderung von Photovoltaik-Anlagen bis 750 Kilowatt umgehend zu streichen. Dazu hatte die Länderkammer auch im vergangenen Herbst einen EEG-Änderungsentwurf in den Bundestag eingebracht. Momentan sind die Verhandlungen aufgrund der Corona-Krise im Bundestag unterbrochen.

„Aktuell fehlen nur noch rund zwei Gigawatt Photovoltaik-Leistung, ehe die 52 Gigawatt erreicht sind. Nach jetzigen Marktprognosen wird dies im Sommer 2020 erwartet. Schon eine Förderunterbrechung für wenige Wochen würde massiven Schaden in der Branche anrichten“, so Dieter Ortmann, stellvertretender ThEEN-Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer von maxx solar & energie GmbH & Co. KG.

Gerade im Hinblick auf die Corona-Krise, die die Wirtschaft ohnehin vor immense Herausforderungen stellt, brauchen Unternehmen und Investoren nicht noch zusätzliche Schwierigkeiten. Der Ausbau der erneuerbaren Energien kann einen positiven Beitrag zur Lösung der durch die Corona-Krise bedingten Rezession leisten und wichtige Impulse für zukunftsgerichtete, klimafreundliche und strukturelle Veränderungen beinhalten.

Über Thüringer Erneuerbare Energien Netzwerk (ThEEN) e.V

Als Kompetenznetzwerk der Erneuerbaren Energien vertritt das Thüringer Erneuerbare Energien Netzwerk (ThEEN) e.V. über seine Mitgliedsverbände Arbeitsgemeinschaft Thüringer Wasserkraftwerke, Bundesverband WindEnergie-Landesgruppe Thüringen, Erdwärme Thüringen, Fachverband Biogas-Regionalbüro Ost, SolarInput) sowie zahlreiche Einzelmitglieder, Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Kommunen und Institutionen mehr als 300 Unternehmen und vereint die Thüringer Leistungsträger aller regenerativen Energieformen.

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