Berufsausbildung: Neue IHK-Hotline für Eltern

Bedingt durch die Coronakrise müssen derzeit viele Aktivitäten zur Berufsorientierung wie Ausbildungsmessen oder Betriebspraktika ausfallen. Hierdurch ist es in diesem Jahr für Schulabgänger deutlich schwieriger, sich umfassend über Ausbildungsmöglichkeiten in der Saarwirtschaft zu informieren. Dadurch kommt den Eltern als Ratgeber ihrer Kinder eine ganz besondere Verantwortung zu. Für sie hat die IHK jetzt eine eigene Hotline geschaltet: die „IHK-Eltern-Hotline". Sie ist von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr erreichbar. Unter der Rufnummer 0681 9520-466 beantworten IHK-Experten aus dem Team AnschlussDirekt individuelle Fragen rund um die duale Berufsausbildung. Sie informieren etwa über Ausbildungsmöglichkeiten in Industrie, Handel, Dienstleistung und geben Tipps zu Berufswahl und -einstieg.

„Jugendliche benötigen gerade jetzt Hilfe, um bei der Berufswahl den für sie passenden Weg einzuschlagen. Eltern spielen dabei eine herausragende Rolle für ihren Nachwuchs – und wir möchten sie bestmöglich in dieser Rolle unterstützen", erläutert IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen die Aktion. Wer jetzt noch eine Ausbildungsstelle suche, habe beste Chancen. „In unserer IHK-Lehrstellenbörse werden derzeit zahlreiche attraktive Lehrstellen angeboten. Weil viele Ausbildungen erst im Herbst beginnen, ist es noch lange nicht zu spät für den Start in eine ‚Karriere mit Lehre‘ in einem IHK-Beruf“, so Klingen.

Förderprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ angelaufen

Der IHK-Hauptgeschäftsführer ist optimistisch, dass der durch die  Coronakrise verursachte Rückgang bei der Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge mit der Eltern-Hotline und weiteren Maßnahmen in den nächsten Wochen noch deutlich verringert werden kann. Klingen: „Wertvoll ist dafür auch das Förderprogramm ‚Ausbildungsplätze sichern‘, das seit Anfang August in Kraft ist. Kleine und mittlere Unternehmen können über das Programm einen Zuschuss zu den Kosten für die Ausbildung von Nachwuchskräften erhalten, wenn sie von der Corona-Pandemie maßgeblich betroffen sind und ihr Ausbildungsangebot im Schnitt der letzten drei Jahre halten, oder sogar steigern.“ Anträge für Prämien von 2.000 bzw. 3.000 Euro können bei der Bundesagentur für Arbeit gestellt werden. Voraussetzung für den Erhalt der Prämie ist, dass das Unternehmen unter 250 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) beschäftigt und von der Pandemie im Frühjahr überdurchschnittlich schwer betroffen war, d.h. für eine längere Zeit Kurzarbeit hatte oder einen Umsatzeinbruch von 60 Prozent im April/Mai nachweisen kann.

Weitere Informationen:

IHK-Eltern-Hotline: 0681 9520-466
Lehrstellenbörse: www.ihk-lehrstellenboerse.de

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