AC²-Innovationspreis Region Aachen 2020: Jury gibt fünf Kandidaten bekannt

Die Innovationspreis-Jury unter dem diesjährigen Vorsitzenden Günter Rosenke, Landrat des Kreises Euskirchen, hat heute im  Forum Vogelsang IP in Schleiden aus fünf Kandidaten über den Preisträger des „AC²-Innovationspreis Region Aachen 2020“ entschieden. Die Kandidaten sind die Caritas Betriebs- und Werkstätten GmbH (CBW) aus Eschweiler, EuLog Service gGmbH aus Euskirchen-Kuchenheim, NPROXX Jülich GmbH mit Sitz in Jülich sowie oculavis GmbH und umlaut telehealthcare GmbH, beide aus Aachen.

„Bekannt gegeben wird der Preisträger aber erst im Rahmen der Preisverleihung am dritten November“, bemerkt Rosenke. „Auch in diesem Jahr hatte die Jury keine leichte Entscheidung zu treffen, denn die hohe innovative Schlagkraft unserer Region Aachen spiegelt sich in den Kandidaten wider. Nach den aussagekräftigen Pitches der einzelnen Unternehmer haben wir lange diskutiert bis der Preisträger feststand“, so der Vorsitzende.

Die fünf Kandidaten und ihre Innovationen


Die CBW ist eine anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Sie ist zu einem wichtigen Partner für innovative Unternehmen über die Grenzen der Region Aachen hinaus geworden. Neue Betriebszweige werden kontinulierlich entwickelt und umgesetzt. Menschen mit Behinderung werden für die von Unternehmen nachgefragten Tätigkeiten entsprechend ausgebildet, und Führungspositionen gezielt mit Ingenieuren, Betriebswirten, Technikern und Meistern besetzt. Gleichzeitig werden Führungskräfte und Mitarbeitende auf pädagogischem Gebiet zu Fachkräften für Arbeits- und Berufsförderung weiterqualifiziert.

Bei EuLog ist ein hoher Anteil an Menschen mit Behinderung beschäftigt. Sie werden im Rahmen einer zweijährigen Ausbildung als Lageristen qualifiziert und anschließend in den allgemeinen Arbeitsmarkt überführt. Für die meisten Menschen mit Behinderung ist es schwierig, sich in einer neuen Arbeitsumgebung zurechtzufinden und mit vielen unbekannten Menschen zu arbeiten. Daher wurde eine betriebsinterne psychosoziale Betreuung als integraler Bestandteil der alltäglichen Arbeit etabliert. Somit ist eine kollegiale Bezugsperson jederzeit ansprechbar und ermöglicht es, Arbeitsabläufe und Rahmenbedingungen hinsichtlich der Bedürfnisse der Menschen mit Behinderung anzupassen und sie im Betrieb optimal zu fördern.

NPROXX ist weltweit führend in der Hochdruck-Wasserstoffspeicherung für stationäre und mobile Anwendungen. Das Unternehmen entwickelt und fertigt Hochdruckspeicher aus Carbonfaser zur gasförmigen Wasserstoffspeicherung. Diese Typ 4 Druckbehälter halten den hohen Drücken stand, die aufgrund der geringen Dichte von Wasserstoff notwendig sind, um in Fahrzeugen ausreichende Kapazitäten zu speichern. Zudem heben sie sich durch Gewichtsvorteile und die Produktqualität deutlich von herkömmlichen Produkten ab, weshalb sie im Fahrzeugbau und als Transportlösung für die Mobilität der Zukunft ideal geeignet sind.

Oculavis setzt seinen Schwerpunkt auf die Digitalisierung von Prozessen im Kundenservice des Maschinen- und Anlagenbaus. Das Unternehmen hat eine Software entwickelt, mit der sich Kunden aus dem Maschinen- und Anlagenbau virtuell in das Sichtfeld eines Mitarbeiters vor Ort schalten und so vorhandene Probleme direkt aus der Ferne lösen können. Die Expertise erfolgt weltweit und virtuell am Ort des Geschehens mit Hilfe von beispielsweise Augmented Reality oder 3D Tracking. Durch die Vernetzung von Experten und Technikern mit mobilen Endgeräten werden nicht nur Reisekosten massiv gesenkt, sondern auch die Produktivität wird erhöht.

Umlaut telehealthcare bietet Rettungsdiensten in ganz Deutschland passgenaue und sichere Lösungen für die telemedizinische Unterstützung der Notfallversorgung an. Mit der peeq®BOX hat das Unternehmen eine Kommunikationseinheit speziell für den rettungsdienstlichen Einsatz entwickelt, die eine hochverfügbare Daten- und Sprachübertragung via Mobilfunk von der Einsatzstelle gewährleistet. Somit kann bei einem mobilen Telenotarzt-Einsatz sichergestellt werden, dass ohne Zeitverzögerung die Kontaktaufnahme zwischen Rettungsteam und notärztlicher Kompetenz am Einsatzort hinzugezogen werden kann.

Hybride Preisverleihung findet im November statt

„In diesem Jahr planen wir Covid-19 bedingt eine etwas andere Preisverleihung mit weniger Teilnehmern vor Ort im Krönungssaal des Aachener Rathauses“, erläutert  Dr. Lothar Mahnke, Geschäftsführer der AGIT, die den Innovationspreis organisiert. „Aber dafür werden wir zusätzlich die Möglichkeit bieten, online live bei der Veranstaltung dabei zu sein“, ergänzt er. Die Kandidaten bzw. deren Innovationen würden wie gewohnt filmisch präsentiert und dem Preisträger wird die Innovationspreisskulptur persönlich überreicht. Schirmherr der Preisverleihung, in deren Rahmen auch die Gewinner von  AC² – die Wachstumsinitiative und AC² – der Gründungswettbewerb ausgezeichnet werden, ist Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Weitere Informationen:

www.innovationspreis-region-aachen.de 

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