Netzbetreiber investieren 750 Millionen Euro in eine nachhaltige Energieversorgung des Wirtschafts- und Finanzzentrums Frankfurt Rhein-Main

Gemeinsam mit den Netzbetreibern Avacon, Mainova und TenneT hat der hessische Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir am Donnerstag das neue Ausbaukonzept für das Stromnetz im Großraum Frankfurt Rhein-Main vorgestellt. Hintergrund ist die zunehmende Nachfrage nach Energie, die insbesondere auf das Wachstum der Wirtschaftsregion und die Digitalisierung zurückzuführen ist. Innerhalb von sieben Jahren sollen die vor Ort zur Verfügung stehenden Kapazitäten um rund 50 Prozent erhöht werden. Dafür sind der Ausbau von Transportleitungen und Umspannwerken an den Haupteinspeisepunkten sowie die Verstärkung der Stromleitungen in das Stadtgebiet Frankfurt vorgesehen. Erste Leistungserhöhungen sind innerhalb von vier Jahren möglich. Die Netzbetreiber investieren zusammen rund 750 Millionen Euro.

Der hessische Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir sagte: „Der Zubau von Datenzentren im Rhein-Main-Gebiet stellt in Verbindung mit der zunehmenden Elektromobilität eine in Deutschland einzigartige Entwicklung dar, auf die wir bereits heute reagieren müssen. Ich freue mich, dass es uns gemeinsam mit den Netzbetreibern Avacon, Mainova und TenneT gelungen ist, mit dem umfassenden Maßnahmenpaket die Grundlage für das weitere Wachstum des internationalen Wirtschafts- und Finanzstandortes sowie des weltweit größten Internetknotenpunktes Frankfurt Rhein-Main zu schaffen.“

Der Vorstandsvorsitzende des Frankfurter Energieversorgers Mainova Dr. Constantin H. Alsheimer sagte: „Mainova gewährleistet mit ihrer Netztochter NRM Netzdienste Rhein-Main den sicheren Betrieb des Frankfurter Stromnetzes. Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen können sich auf eine zuverlässige Versorgung verlassen. Angesichts der rasant steigenden Nachfrage nach elektrischer Energie, getrieben von Digitalisierung, Elektromobilität und steigenden Einwohnerzahlen in der boomenden Region Frankfurt Rhein-Main, werden die heute bestehenden Kapazitäten jedoch langfristig überschritten. Zusammen mit Avacon und TenneT als vorgelagerte Netzbetreiber haben wir mit den vereinbarten Maßnahmen zur Leistungserhöhung des Stromnetzes eine zukunftsweisende Lösung gefunden. Bis 2027 werden schrittweise zusätzlich über 500 Megavoltampere (MVA) Leistung für Frankfurt bereitgestellt. Dies entspricht dem Bedarf einer Großstadt mit 500.000 Einwohnern wie Hannover.“


TenneT-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens sagte: „Mit dem Ausbau und der Modernisierung der Strominfrastruktur im Rhein-Main-Gebiet sichern wir die Stromversorgung und legen den Grundstein für die weitere nachhaltige Entwicklung dieser zentralen Wirtschafts- und Finanz-Drehscheibe in Deutschland und Europa.“ Meyerjürgens fügte hinzu: „Wir arbeiten in Hessen aktuell an Netzprojekten mit insgesamt fast 500 Kilometern Länge, um den steigenden Energiebedarf im Land auch zukünftig zu decken. Das stärkt den Wirtschafts- und Finanzstandort Rhein-Main und sichert langfristig viele tausend Arbeitsplätze.“

Der Avacon-Vorstandsvorsitzende Marten Bunnemann betonte: „Energiewende gelingt nur zusammen. In diesem Sinne ist das Projekt richtungsweisend. Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir die Energieversorgung in der Metropolregion Frankfurt für eine nachhaltige Energiezukunft stärken. Leistungsstarke Strom- und Datennetze sind das Rückgrat der Energiewende und einer modernen Gesellschaft. Mit unserem Konzept leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung und Digitalisierung unserer Gesellschaft.“

Über die Avacon Gruppe

Als eines der größten regionalen Energieversorgungsunternehmen Deutschlands bringt die Avacon-Unternehmensgruppe Energie genau dorthin, wo Millionen Menschen sie brauchen. Avacon ist Partner für regionale Energielösungen in den Bereichen Strom, Gas, Wasser, Wärme, Kälte, Mobilität und Beleuchtung. Darüber hinaus plant, baut und betreibt die Unternehmensgruppe moderne und leistungsstarke Glasfasernetze. Mehr als 2.800 Mitarbeiter erwirtschafteten im Jahr 2019 einen Umsatz von 3,7 Milliarden Euro. Die Avacon AG hat ihren Sitz in Helmstedt. Zu den Aktionären zählen E.ON mit 61,5 Prozent sowie mit 38,5 Prozent mehr als 80 kommunale Aktionäre.

Die Energienetze der Tochtergesellschaft Avacon Netz GmbH verbinden Menschen von der Nordseeküste bis Südhessen und von der niederländischen Grenze bis an die Grenze Brandenburgs. Mehr als 64.000 Kilometer beträgt die Länge der Stromnetze, mehr als 20.000 Kilometer die der Gasnetze. Die Grünstromquote von 185 Prozent in 2019 zeigt, wie sehr die Energiewende im Gebiet der Avacon Netz bereits fortgeschritten ist.

Über TenneT
TenneT ist ein führender europäischer Übertragungsnetzbetreiber. Wir planen, bauen, warten und betreiben das Hoch- und Höchstspannungsnetz in den Niederlanden und weiten Teilen Deutschlands und ermöglichen den europäischen Energiemarkt. Wir setzen uns dafür ein, heute und zukünftig 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten und die Energiewende voranzutreiben. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher und halten dabei stets das Gleichgewicht zwischen Stromangebot und -nachfrage aufrecht. Mit fast 5.000 Mitarbeitern erzielen wir einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro und verfügen über ein Anlagevermögen in Höhe von rund 23 Mrd. Euro. TenneT ist einer der größten Investoren in nationale und internationale Stromnetze an Land und auf See. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.

Über die Mainova AG

Die Mainova AG mit Sitz in Frankfurt am Main ist Hessens größter Energieversorger und beliefert mehr als eine Million Menschen mit Strom, Gas, Wärme und Wasser. Hinzu kommen zahlreiche Firmenkunden im gesamten Bundesgebiet. Das Unternehmen erzielte mit seinen 2.700 Mitarbeitern im Jahr 2019 einen Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro. Größte Anteilseigner der Mainova AG sind die Stadtwerke Frankfurt am Main Holding (75,2 Prozent) und die Münchener Thüga (24,5 Prozent). Die übrigen Aktien (0,3 Prozent) befinden sich im Streubesitz.

Die Netzdienste Rhein-Main GmbH (NRM) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Mainova AG. Sie stellt mit ihrem mehr als 14.000 km umfassenden Energie- und Wassernetz die zuverlässige Versorgung in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet sicher. Das rund 7.500 Kilometer große Strom-Versorgungsnetz umfasst das Stadtgebiet Frankfurt am Main mit Ausnahme einiger westlicher Stadtteile.

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