Neuer Aussichtspunkt an der Bergstraße: Spatenstich für bislang größtes Projekt am Erlebnispfad Wein und Stein

Im April 2007 wurde der Erlebnispfad Wein & Stein in Kooperation vom Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald (UNESCO Global Geopark) und der Bergsträßer Winzer eG eingeweiht. Rund 100 regionale Sponsoren haben seither den Pfad mit Geld- oder Sachleistungen, Kunstwerken und anderen Beiträgen unterstützt. Im August 2010 wurde der Pfad aufgrund seiner innovativen Konzeption vom Deutschen Weininstitut zum „Höhepunkt der deutschen Weinkultur“ ausgezeichnet. In 2016 wurde das am Start gelegene „Viniversum“ der Bergsträßer Winzer eG ebenfalls als eine der schönsten deutschen Vinotheken geadelt. Gleichzeitig freute sich der Geo-Naturpark Bergstrasse-Odenwald 2015 über die Aufnahme in das "International Geoscience & Geoparks Programme" der UNESCO und trägt seither die Auszeichnung "UNESCO Global Geopark".

Der Erlebnispfad Wein und Stein ist der größte und wohl meist besuchte Erlebnispfad des Geo-Naturparks. Tausende Besucher aus vielen Ländern haben ihn erwandert und Attraktionen unserer Landschaft kennengelernt. Mit den Führern der Bergsträßer Winzer eG und den Geopark-Rangern waren unzählige Besucher mit wahren Kennern der Region auf dem Erlebnispfad unterwegs. Großveranstaltungen wie die Weinlagenwanderung am 1. Mai oder die kulinarische Wanderung am 3. Oktober werden – außer in Coronazeiten – jährlich durchgeführt und sind echte Magnete für alle Generationen.


Heute fand nun der Startschuss für das bislang größte Einzelprojekt am Pfad statt:
Nach rund 5 Jahren zwischen Idee, Planung, Einholung aller Stellungnahmen und der Baugenehmigung konnte Landrat Christian Engelhardt heute zum ersten Spatenstich für einen Geopark-Aussichtspunkt auf den Heppenheimer Steinkopf einladen. Wie alle Stationen des Pfades wird auch diese mit Eigenleistung und Sponsoring örtlicher Unternehmen und Förderer verwirklicht. Final grünes Licht für die Finanzierung gab es Mitte Juli, als das Weinbauamt Eltville eine erhebliche finanzielle Unterstützung des Landes Hessen aus Fördermitteln (ca. 35.000 Euro) zusagte, allerdings unter der „Bedingung“ einer Umsetzung noch im Jahr 2020. Diese sportliche Anforderung hat nun die Sponsoren aktiviert, die trotz Corona zur schnellen Mitwirkung bereit sind: Die Hauptsponsoren sind Röhrig GmbH (Gabionen Füllmaterial), Gugenberger GmbH (Gabionenbau), Claus Schaab (Fundamente) und Rebveredlung Antes. Weitere Sponsoren für weitere Details sind natürlich hochwillkommen und können auch noch Ideen einbringen.

Die Projektbeschreibung: Ein Gewürztraminer-Weinberg der Rebveredlung Antes, der „Vitis-Garten“ mit Urformen der Rebe, der „Ökogarten“ mit pilztoleranten Rebsorten und der „Botschafterweinberg“ des Kreises Bergstraße mit historischen Rebsorten liegen in unmittelbarer Nachbarschaft. Vier kurze Rebzeilen wurden nun „geopfert“ und diese Fläche an den Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald zur Errichtung des Aussichtspunktes übergeben. Diese Zeilen werden nach der Idee des Architekturbüros J.Gerecht & L.Kraft aus Worms symbolisch durch „Gabionenzeilen“ aus den beiden geoparktypischen Gesteinen Granit und Sandstein ersetzt. Zwischen zwei der Zeilen gelangt man über eine Treppe auf eine Aussichtsplattform oberhalb der Reben, von der eine wunderbare Rundumsicht in die Rheinebene und ins Hambacher Tal möglich sein wird. Auf der Plattform sollen Sitzmöglichkeiten und Sonnenbänke eingebaut sowie rundum auf der umgebenden Brüstung Informationen über den Bergsträßer Weinbau und die Rebsortengeschichte angebracht werden. Weitere Tafeln werden die geologische Vergangenheit aber auch einen Blick in die geologische Zukunft unserer Region am Rande des Odenwaldes darstellen. Einst schon einmal am Rande eines Meeres gelegen wird dieser Punkt im Zuge des geologischen Wandels in ferner Zukunft womöglich an der Küste eines neuen Ozeans liegen…

Der überdachte Bereich unterhalb der Plattform dient als Schlechtwetter-Unterstellmöglichkeit für die Wanderer oder kann für Stehweinproben bei Weinwanderungen genutzt werden. Leider störte bisher mancher Regenschauer die Wander-Freude und gerade eine  Unterstellmöglichkeit wurde immer wieder gewünscht.

So wird der neue Aussichtspunkt mit seiner naturnahen Art der Gabbionen-Konstruktion auf dem warmen Südhang des Steinkopfes wohl künftig nicht nur ein willkommener Schutz für Wanderer sein, sondern auch Insekten und Reptilien, wie z.B. Eidechsen, einen  wichtigen Unterschlupf bieten.

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