NRW-Ministerpräsident Laschet beim Global Media Forum der Deutschen Welle: „Glaubwürdiger Journalismus darf den Anspruch nicht aufgeben, alle Bevölkerungsschichten anzusprechen“

In seiner Keynote zu einer digitalen Paneldiskussion des Global Media Forum (GMF) der Deutschen Welle (DW) sagte der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, dass „glaubwürdiger Journalismus die Vielfalt der Lebenswirklichkeiten und die Perspektiven unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen abbilden muss“. 

Die von der DW-Journalistin Waslat Hasrat-Nazimi moderierte Debatte mit dem Titel „Diversity vs. division: How news organizations can promote inclusion“ thematisierte Diversity-Aspekte wie die Idee eines Quotensystems für Minderheiten in internationalen Medienorganisationen. Die politische Aktivistin Aruna Roy aus Indien diskutierte mit Jamie Angus, Direktor der BBC World Service Group, und DW-Intendant Peter Limbourg.


Laschet: „Diversität muss sich auch in den Medienunternehmen selbst wiederfinden. (…) So gibt es in Deutschland aktuell keinen Chefredakteur und keine Chefredakteurin, der oder die schwarz ist, es gibt niemanden aus einer muslimisch geprägten Familie und auch die größten Einwanderergruppen aus der Türkei, aus Polen und Russland sind auf dieser Ebene nicht vertreten, obwohl Deutschland ein Einwanderungsland ist und bei uns rund ein Viertel der Menschen einen Migrationshintergrund hat.“ 

Eine Herausforderung sei, „dass sich Fake News, Hassreden oder Verschwörungstheorien in den sozialen Medien sehr viel schneller und leichter verbreiten als es früher möglich war“, so Laschet weiter. „Umso mehr wächst darum die Bedeutung von unabhängigen Journalisten, die sorgfältig recherchieren, abwägen und einordnen.“

Der digitale Wandel erfordere vom Journalismus sich wirtschaftlich neu aufzustellen, sagte der CDU-Politiker. Dazu brauche es tragfähige Geschäftsmodelle. 

In Indien „ist die Wirtschaftsdebatte entscheidend für alle Minderheiten, die das Gefühl haben, aus [der Berichterstattung] der Mainstream-Medien herausgedrängt zu werden“, sagte Aruna Roy. „Wir arbeiten jeden Tag hart daran, Diversität zu bieten, aber wir dürfen nicht selbstgefällig sein“, sagte Jamie Angus. Peter Limbourg sagte, dass die Medien „Teams brauchen, die vielfältig und näher an unserem Zielpublikum sind. Das bedeutet, dass wir mehr Angehörige von Minderheiten in Führungspositionen bringen müssen.“

In diesem Jahr treffen sich Teilnehmende des Global Media Forum, das jährlich im Frühsommer im Bonner World Conference Center stattfindet, ausschließlich online. Die DW bringt Speaker, Partner und auch Publikum in digitalen Formaten zusammen, um Fragen des aktuellen Journalismus zu diskutieren, unter dem Motto: Pluralismus. Populismus. Journalismus. Damit stellt die DW sicher, dass der Wissensaustausch, den die Konferenz mit internationalen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien ermöglicht, nicht abbricht. 

Die Keynote und Diskussion in englischer Sprache können Sie sich hier ansehen: https://p.dw.com/p/3hQdW

Weitere Informationen finden Sie auf der GMF-Website: dw.com/gmf

 

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