Waldbesitzer fordern Honorierung der Klimaschutzleistung des Waldes aus CO2-Abgabe

Die Verbände der Waldeigentümer starten heute die bundesweite Informations-kampagne „Wald ist Klimaschützer“. Der Wald ist für jeden von uns ein verlässlicher Klimaschützer, und schon deshalb geht er uns alle an“, sagt Michael von der Tann, Präsident des Hessischen Waldbesitzerverbandes. Jeder Hektar Wald absorbiert im Jahresdurchschnitt 8 Tonnen CO2. Das entspricht nahezu dem durchschnittlichen CO2-Fußabdruck jedes deutschen Bürgers. Mit dem Ersatz fossiler, energieintensiver Rohstoffe durch nachwachsende Holzprodukte aus heimischen Wäldern kann der CO2-Ausstoß weiter gesenkt werden. So entsteht aus unseren nachhaltig bewirtschafteten Wäldern eine gesamte Klimaschutzleistung von jährlich 127 Mio. Tonnen CO2.

Darum stellen die Waldbesitzer die Zahl «8» – Stichwort Tonnen – in den Mittel-punkt der Informationskampagne „Wald ist Klimaschützer“, mit der sie die Öffentlichkeit auf ihre Belange und die notwendige Pflege des Waldes hinweisen.

Durch den Klimawandel nehmen extreme Witterungsverhältnisse, wie Stürme, Dürre und in der Folge Schädlingsbefall zu und erschweren es dem Waldeigentümer, den Wald mit seiner CO2-Leistung durch nachhaltige Pflege zu erhalten und wiederaufzubauen. Um für die Gesellschaft und die Natur auch künftig die-se CO2-Leistung zu sichern, bedarf es einer Anerkennung der Klimaschutzleistungen des Waldes. Deshalb fordern die über 2 Millionen Waldbesitzer künftig eine angemessene Honorierung der Klimaschutzleistungen aus der CO2-Abgabe.


Der gesamte Kohlenstoffeffekt von Wald und Holz lässt sich wie folgt aufschlüsseln:

  • Der Wald speichert 58 Mio. Tonnen CO2/ Jahr.
  • Zusätzlich werden durch Holzverwendung und Substitutionen 69 Mio. Tonnen CO2/ Jahr gebunden.
  • Somit kommt man auf eine Gesamtabsorption des Waldes und seiner Leistungen von 127 Mio. Tonnen CO2/ Jahr.

Aus diesem Grund bekräftigen die Verbände der Waldbesitzenden heute ihre Forderung, die Erhaltung des Waldes als CO2-Senke durch nachhaltige Forstwirtschaft aus der CO2-Abgabe zu honorieren. Ein schlüssiges Modell liegt seit längerem auf dem Tisch und orientiert sich an dem stofflichen Anteil des zuwachsenden Holzes, der nicht energetisch genutzt wird. Demnach werden pro Hektar Wald und Jahr der ab 2021 festgelegte Preis von 25 EUR für eine Tonne CO2 mit 4,5 multipliziert, was einer Honorierung von 112,50 EUR pro Jahr und Hektar entspricht. Diese Vergütung steigt mit dem festgelegten Anstieg des CO2-Preises auf 55 EUR im Jahr 2025 auf knapp 250 EUR pro Hektar und Jahr.

Mit dem Einstieg in eine CO2-Bepreisung ist es logisch und gerecht, dass auch die CO2-Speicherung einen Preis erhält. Als größte CO2-Senke überhaupt leisten die Waldeigentümer durch nachhaltige Forstwirtschaft einen unersetzlichen Bei-trag zum Klimaschutz. Dieser nationale Beitrag braucht ein verlässliches Modell, das die Waldbauern in ihrem Klimaschutz kontinuierlich unterstützt und die Existenz ihrer Wälder sichert.

Weitere Informationen und Bildmaterial finden Sie unter: www.wald-ist-klimaschützer.de

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