WEILER: Auszubildende mit selbstgebautem Kicker bei der „Real Life Guys Challenge“ auf Youtube

Monatelang haben die Auszubildenden Andra, Lukas, Samuel und Hannes für Ihr Projekt „Influencer Wettbewerb – WEILER-Azubis bauen einen Kickertisch“ geplant, gerechnet, gefräst und montiert: Mitte November konnten sie es jetzt vorstellen. Zur Präsentation des Kickereigenbaus nebst selbstgedrehtem Making-Of-Video kam die gesamte Führungsriege des Emskirchener Maschinenbauers WEILER in die Lehrwerkstatt.

Das Ziel der Auszubildenden ist eine Würdigung ihres Films durch die Technik-Influencer auf dem Youtube-Kanal “Real Life Guys Challenge“. Diese schauen sich vorgeschlagene Beiträge an und kommentieren sie live, was wiederum  in Form eines Reaction-Videos ins Netz gestellt wird. 

Bislang verzeichnet der Youtube-Kanal „Talentmaschine“, auf dem die Technik-Influencer unterwegs sind, mehr als 1,2 Millionen Aufrufe. Wenn es nach den auszubildenden Industriemechanikern, Mechatronikern, Zerspanungsmechanikern, Produktdesignern und Industriekaufleuten von WEILER geht, soll das Video ihrer vier Kollegen dazu beitragen, dass es noch mehr werden.

Premium-Kicker mit echter Flutlichtanlage und digitalen Toranzeigen

Damit der Kicker und sein Video erfolgreich sind, haben sich vor allem die Auszubildenden Andra Misca, Produktdesign, Samuel Trick, Mechatronik sowie die angehenden Industriemechaniker Lukas Frühwald und Hannes Kretschmann mächtig ins Zeug gelegt. Teilweise haben sie sogar in ihrer Freizeit an dem Projekt gearbeitet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: der 125 kg schwere Metalltisch wackelt selbst bei robustester Spielweise nicht und ist mit einer echten Flutlichtanlage sowie zwei digitalen Toranzeigen ausgestattet.

Die Idee zum Kicker-Projekt hatten die angehenden Facharbeiter bereits im Februar entwickelt. Mit ihrer Kostenaufstellung und Zeitplanung überzeugten sie die Geschäftsführung. Zu Beginn konstruierte Andra den Kicker mit der CAD-Software am Computer. Gemeinsam mit ihr planten Samuel, Lukas und Hannes dann den Materialbedarf und bestellten das Benötigte. 

Alle Metall- und Kunststoffteile selber hergestellt

Bis auf die Spielfeldplatte frästen und drehten sie sämtliche Teile aus Metall selber, bauten sie anschließend zusammen und montierten die Elektronikkomponenten für die Torzähler und das Flutlicht. Die Führungsringe für die Spielstangen und Rahmen für den Einwurf fertigen sie aus Kunststoff im 3D-Drucker. 

Mit ihren Smartphones und mit einer GoPro-Kamera filmten sie ihre Arbeitsschritte, die zukünftige Produktdesignerin Andra Misca schnitt das Video zu Hause selber.

Selbstständig arbeiten und eine tolle Herausforderung, die viel Spaß gemacht hat

Samuel Trick ist begeistert: „Das Projekt war eine tolle Herausforderung. Es hat einfach totalen Spaß gemacht und hat viel gebracht.“ Es sei auch eine gute Übung zur Teamfähigkeit gewesen: „Wir haben uns immer abgestimmt. Derjenige, der eine Arbeit am besten beherrscht, hat sie erledigt, so waren wir am schnellsten und mussten auch nichts wegwerfen.“

Andra Misca hat der Kickerbau auch viel gebracht: „Wir haben die  Kollegen besser kennengelernt und viel gelernt. Zum Beispiel haben wir die gesamte Planung und den Ablauf gesehen und mussten uns überlegen, wie wir mit Verzögerungen umgehen.“

Ausbildungsleiter Stefan Kräker lobt nicht nur das wertige Design und die saubere Verarbeitung des Kickers: „Das gesamte Initiative lag in den Händen der Auszubildenden, ich stand nur mit Rat und Tat zur Seite, wenn ich gefragt wurde.“ 

WEILER: Spannende Ausbildung bei einem weltweit erfolgreichen Maschinenbauer

Die Geschäftsführung des weltweit erfolgreichen Familienunternehmens mit 550 Mitarbeitern erhofft sich von dem Azubi-Projekt mehr Aufmerksamkeit unter Schülern für eine Ausbildung im Maschinenbau. Initiiert hat den Youtube-Kanal „Talentmaschine“ der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), dem das Unternehmen angehört. 

Michael Eisler, MBA, geschäftsführender Gesellschafter bei WEILER, erklärt: „Zu viele Jugendliche denken, dass man für eine gute berufliche Zukunft ein Studium benötigt. Der Beruf des Facharbeiters wird in unserer Gesellschaft unterschätzt. Denn er bietet spannende Herausforderungen, eine hohe Qualifikation, selbstständiges Arbeit im Team sowie eine sichere Zukunft, modernste Technologie und einen guten Verdienst. Und das alles vom ersten Ausbildungstag an.“

Ausbildung zum Facharbeiter und zur Facharbeiterin mit Zukunft geboten

Auch um etwas gegen den akuten Fachkräftemangel zu tun, legt WEILER einen besonders großen Wert auf eine gute Facharbeiterausbildung und wirbt offensiv hierfür – auch unter Mädchen: „Die weibliche Azubi-Quote in einem gewerblichen Beruf liegt bei uns mittlerweile bei über 10%. Gern würden wir noch mehr junge Frauen ausbilden“, wünscht sich Eisler, der sich auch in der Vollversammlung der IHK Mittelfranken für die Ausbildung starkmacht.

Über die Weiler Werkzeugmaschinen GmbH

Die WEILER Werkzeugmaschinen GmbH aus Mausdorf/Emskirchen in der Nähe des mittelfränkischen Herzogenaurach ist mit bislang über 160.000 verkauften Maschinen Marktführer im deutschsprachigen Raum für konventionelle und zyklengesteuerte Präzisions-Drehmaschinen. CNC-Präzisions-Drehmaschinen und Radialbohrmaschinen ergänzen die Produktpalette.

Eingesetzt werden die Präzisions-Drehmaschinen "Made in Germany" in der Ausbildung genauso wie in der Einzel- und Kleinserienfertigung von Industrie und Gewerbe. Zu finden sind sie überall dort, wo Wert auf höchste Präzision in der Werkstückbearbeitung gelegt wird – in Universitäten und Forschungsinstituten, Optik- und Medizintechnikunternehmen genauso wie bei Maschinen-, Werkzeug- und Formenbauern, in der Luftfahrtindustrie, beim Pumpenbau und in der Erdöl- und Erdgasförderung.

Geführt wird das vor über 80 Jahren gegründete Familienunternehmen von den geschäftsführenden Gesellschaftern Dkfm. Friedrich K. Eisler und seinen Söhnen Mag. Alexander Eisler, Kaufmännischer Leiter, und Michael Eisler, MBA, Vertriebs-, Service- und Marketingleiter. Seit 2019 ist Dr.-Ing. Andreas Wende als Geschäftsführer für den technischen Bereich verantwortlich.

Rund 550 Mitarbeiter produzieren am Hauptsitz in Nordbayern und an einem zweiten Fertigungsstandort im tschechischen Holoubkov in der Nähe von Pilsen.

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