Die Film- und Medienstiftung NRW fördert acht Abschlussfilme mit 175.000 Euro

In der 21. Sitzung der Abschlussfilmförderung entschied die Film- und Medienstiftung NRW, acht Abschlussfilme von Studierenden an drei NRW-Filmschulen zu fördern.

Langer und Mittellanger Film

„Tau“, Regie: Ralf Branscheidt, FH Dortmund, Förderung: 30.000 Euro
Ein junger Mann begibt sich mit dem Tagebuch seines verstorbenen Großvaters auf eine Reise durch Island. Er und sein Freund folgen auf der Insel nicht nur den Spuren der Aufzeichnung, sondern auch Erinnerungen und uralten Mythen. „Tau“ ist der gemeinsame Abschlussfilm an der FH Dortmund für Regisseur und Drehbuchautor Ralf Branscheidt, Kameramann Thomas Nixon und die Sounddesigner Elias Hofmann und Lars Koltermann.

„Gordischer Knoten“, Regie: Rasam Noori, KHM, Förderung: 25.000 Euro
Keywan erhält eines Tages einen Anruf von einer Frau aus dem Iran, die ihn bittet, nach ihrem Sohn Ashkan in Köln zu suchen, den sie seit drei Tagen nicht mehr erreicht. Keywan hat Ashkan nur einmal in seinem Leben gesehen und nicht mehr als ein paar Worte mit ihm gewechselt. Doch er nimmt die Bitte an. Je mehr Keywan nach dem vermissten Mann sucht, desto klarer wird ihm, wie ähnlich sie sich sind. Autor und Regisseur Rasam Noori schließt sein postgraduales Studium an der KHM ab.

Kurzfilm

„All die Gartenzwerge“, Regie: Emma-Mathilda Lipphaus, FH Dortmund, Förderung: 20.000 Euro
Die 15jährige Marie und der 17jährige Lukas leben in einem Dorf, das für den Abbau von Braunkohle umgesiedelt werden soll. Beide sind in der Pubertät und haben eigentlich andere Sorgen. Das eigene Gefühlschaos ist groß und sie sind Zeitzeugen des Spätkapitalismus – sie drohen in einem ständigen Kampf immer wieder, mit und aneinander, unterzugehen. Emma-Mathilda Lipphaus schließt ihr Studium Film & Sound an der FH Dortmund ab.

„Vitja“, Regie: Christina Keilmann, FH Dortmund, Förderung: 20.000 Euro
Der homosexuelle Viktor kommt aus Moskau und lebt in Berlin. Er verliebt sich in David. Mit der Zeit kristallisiert sich bei Viktor eine Persönlichkeitsstörung heraus. Eine Gratwanderung zwischen Nähe und Distanz beginnt. Autorin und Regisseurin Christina Keilmann und Kameramann Alexander Westphal schließen ihr Studium an der FH Dortmund gemeinsam ab.

„Agurkėliai“, Regie: Agneta Knittel, KHM, Förderung: 20.000 Euro
Der dokumentarisch-surrealistische 2D Film erzählt über die Besonderheit des einfachen Lebens und gibt einen humorvollen Blick auf den Alltag im Kontext der soziokulturellen Realität Litauens. Erzählt wird von einem Einweckglas voller Gurken, in das auch ungenießbare Gegenstände aus alten Erinnerungen hinzugefügt werden. Agneta Knittel schließt mit dem Animationsfilm ihr postgraduales Studium an der KHM ab.

„Es war einmal am Rhein“, Regie: Jonas Herrlein, Macromedia, Förderung: 20.000 Euro
Im Jahr 2023 erzählt der Kölner Automechaniker Kante einer Journalistin seine angebliche Heldengeschichte. Kante betreibt mit seiner Kollegin Marie in den 1970er Jahren eine Autowerkstatt. Diese fällt auseinander und die beiden brauchen dringend Geld. Als eines Tages die Rotlichtlegende „Der hübsche Tünn“ mit seinem schicken Sportwagen um Inspektion bittet, finden die beiden einen doppelten Boden, bis oben hin mit Geld gefüllt. Die beiden wittern ihre Chance und versuchen an das Geld heranzukommen, doch je weiter der Plan voranschreitet, desto mehr bemerken Kante und Marie, dass sie unterschiedliche Motive verfolgen. Regisseur Jonas Herrlein, Produzentin Mara Dévény und Editor Max Brück machen ihren gemeinsamen Abschluss an der Kölner Macromedia.

„Maifeld“, Regie: Nele Johann, Macromedia, Förderung: 20.000 Euro
Eine deutsche und eine italienische Frau treffen im Deutschland der 1950er aufeinander und setzen ihre Freundschaft gegen äußere Einflüsse durch. Dem zu Grunde liegt ihr Bestreben nach Selbstbestimmung und gegenseitiger Unterstützung. So lernen Hannelore und Marina, sich selbst treu zu bleiben und sich ihre eigenen Wege zu bahnen. Nele Johann schließt ihr Regiestudium an der Macromedia mit dem von wahren Ereignissen inspirierten „Maifeld“ ab.

„Till death do us part“, Regie: Natalie Pociask, Macromedia, Förderung: 20.000 Euro
Anna ist Mutter von zwei Kindern. Ihr Mann ist Komapatient. Anna realisiert nach neun Jahren, dass ihre Familie in eine „Tote Stille“ verfallen ist. Sie hat ihre ganze Kraft in die Erhaltung ihrer jungen Familie gesteckt. Natalie Pociask schließt ihr Studium mit der Geschichte um Selbstfindung, Gerechtigkeit und der Bedeutung von Familie ab.

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