Schon bald Kassenleistung? Kaltplasmatherapie für schnellere und vollständige Heilung chronischer Wunden

Von der Infektiologie über Telemedizin bis hin zu seltenen Wundursachen reicht die diesjährige Palette der Schwerpunktthemen beim 6. Nürnberger Wundkongress (WUKO) vom 23. – 24. November in der Meistersingerhalle. Eine innovative Möglichkeit, die Wundheilung zu beschleunigen, ist die Kaltplasmatherapie. Professor Dr. Steffen Emmert, Direktor der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie der Universitätsmedizin Rostock, hat bereits jahrzehntelange Erfahrung mit Plasma und erhielt für seine Forschung auf diesem Gebiet mehrere Preise. Mit Spannung wird seine Moderation bei der Hauptsitzung Kaltplasma in der Wundbehandlung erwartet.

Rund fünf Millionen Menschen leiden in Deutschland an Wunderkrankungen. Besonders Menschen, deren Wunden sich nicht schließen, hoffen auf die Kostenerstattung für eine Kaltplasma-Behandlung. Ziel ist dabei die Nutzung kalter physikalischer Plasmen. Dabei handelt es sich um Gase, zum Beispiel Argon, die durch Energiezufuhr in einen 4. Aggregatszustand überführt werden. Das so erzeugte Plasma erreicht Temperaturen zwischen 30 und 40 Grad Celsius. Neben antibakteriellen Eigenschaften besitzt Kaltplasma unter anderem die Fähigkeit, die Mikrozirkulation in den damit behandelten Geweben zu steigern und damit einen positiven Einfluss auf die Wundheilung haben.

Bisher wird die Methode als Zusatzleistung und speziell für Privatversicherte angeboten. Aktuell steht das seit knapp zwei Jahren laufende Bewertungsverfahren beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zur Behandlung chronischer Wunden mit kaltem Plasma an der Schwelle zum Routine-Einsatz.

Damit in Deutschland eine Gesundheitsleistung bei den gesetzlichen Krankenkassen erstattungsfähig wird, muss der Gemeinsame Bundesausschuss zunächst ein Bewertungsverfahren durchführen und den medizinischen und wirtschaftlichen Nutzen der Therapie bewerten. Viele unabhängige Studien konnten zum Beispiel zeigen, dass Plasma entzündungshemmend und stark antimikrobiell wirkt.

Professor Dr. Steffen Emmert, Direktor der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie der Universitätsmedizin Rostock, forscht bereits seit über einem Jahrzehnt im Bereich der Plasmamedizin. Demnach kann mit Apparaten, die kalte Plasmen erzeugen, die Keimzahl in einer Wunde reduziert werden. „Die Kaltplasmatherapie beschleunigt die Wundheilung, was zu verkürzter Behandlungsdauer für Patienten führen, kann“, erklärt der Dermatologe. Durch den positiven Heilungsverlauf werde die Lebensqualität vieler Menschen verbessert. „Zudem fördert Plasma die Gewebedurchblutung und das Wachstum von Blutgefäßen.“

Die Aufbereitung des Themas auf dem WUKO 2023:

Kaltplasma in der Wundbehandlung
Donnerstag, 23.11. 2023 von 13:45 – 15:15 Uhr

  • Klinische Evidenz der wundheilungsfördernden Wirkung von Kaltplasma (Böckmann/Rostock)
  • Kaltplasmatherapie durch interdisziplinäre Behandlung des Podologen im Team an chronischen Fußulkus (Kühn/Nastätten)
  • Kaltplasmatherapie bei chronischen Wunden (POWER-Studie) (Rached/Bochum)

Alle Informationen sowie das Tagungsprogramm unter: wund-kongress.de

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