Kern der Veranstaltung war die Stipendienverleihung. Der Neustadter Meininger Verlag fördert die Studierenden des Weincampus seit seiner Gründung im Jahr 2009, wovon studentische Auslandsaufenthalte, Exkursionen, Studierende in Notsituationen oder junge Eltern finanziell unterstützt werden. Zudem fließt ein Teil des Geldes in die finanzielle Unterstützung zweier Studierender mit dem Deutschlandstipendium in Höhe von je 3600 €. Dem Meininger Verlag lag schon immer die Förderung von Weincampus-Studierenden, den zukünftigen Nachwuchskräfte, am Herzen. Christian Wolf erklärte dazu, dass der Verlag viele Frauen beschäftigt und die Herausforderungen in Vereinbarkeit von Familie und Beruf kennt. Auch die Karl-Josef-Wagner Stiftung der Sektkellerei Schloss Wachenheim fördert drei Studierende mit einem Deutschlandstipendium. Ein Deutschlandstipendium läuft ein Jahr und besteht generell zu 50% aus Geldern von privaten Unternehmen und zu 50% aus Geldern des Bundes. Des Weiteren ermöglicht der Soroptimisten Club Frankenthal ein Stipendium, das ausschließlich weibliche Studentinnen und Doktorandinnen unterstützt. Student Magnus Hexamer fragte Kerstin Sauer, warum der Club sich speziell für die Frauenförderung einsetze. „Ich bin überzeugt, dass Teams nur dann erfolgreich sind, wenn sie divers aufgestellt sind. Weincampus-Absolventin Ria Eitel gehört zu unseren Stipendiatinnen. Sie ist neue Bezirksgeschäftsführerin beim Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd. Wir sind sehr stolz auf sie und freuen uns auf zukünftige Stipendiatinnen!“ Josephine Maino ist diesjährige Stipendiatin und erhielt für ihre herausragenden Studienleistungen 1000 €. Maino befindet sich im 6. Semester des Dualen Bachelorstudiengangs Weinbau und Oenologie.
Die Studierenden diskutierten mit Reinhold Hörner, Weinbaupräsident der Pfalz und Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz sowie mit Dirk Gerling, Hauptgeschäftsführer vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd, über die Zukunft der Weinbranche. Verband und Kammer stehen geschlossen hinter dem dualen Studienmodell des Weincampus‘ und sehen darin einen maßgeblichen Hebel für die Qualitätsoffensive im zukünftigen Weinbau. Student Mathis Ruth fragte Dirk Gerling nach den zukünftig nötigen Entwicklungsschritten des Weincampus. „Im Verband suchen wir gut ausgebildete Nachwuchskräfte. Die Masterstudiengänge am Weincampus halte ich für eine sinnvolle Weiterentwicklung, um mehr Know-how, Innovationskraft und Forschung für die Zukunft des Rheinland-Pfälzischen Weinbaus zu generieren.“, so Gerling. Präsident Hörner ergänzte, dass „auch in Zukunft genug Perspektiven im Weinbau existieren, wenn gute Arbeit geleistet wird.“ Beide Protagonisten motivierten die Studierenden für ihren Beruf einzustehen und sich gesellschaftspolitisch zu engagieren.
Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Neustadt, ferner die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Neustadt, die Wohnungsbaugesellschaft Neustadt, die Willkomm Gemeinschaft, die Bürgerstiftung Neustadt sowie die Hochschulseelsorge diskutierten mit den Studierenden über die Bedeutung des Weincampus und dessen junge Menschen für die Stadt Neustadt, über das Studieren im Ländlichen Raum, über das studentische Wohnkonzepte und das öffentliche Engagement der Studierenden. Es bestand Einigkeit darin, dass die Studierenden des Weincampus Unterstützung in vielerlei Hinsicht erwarten dürfen. Katrin Henneke, Geschäftsführerin der WEG, führte mit großer Überzeugung an, dass „sich die Studierenden des Weincampus trotz der aktuellen Probleme in der Wirtschaft auf die Chancen konzertieren sollen, die sich in jeder Krise auftun. Die Stadt Neustadt fördert Gründungen und unterstützt Lösungen für die Betriebsnachfolge.“ Es wurde deutlich, dass die Studierenden des Weincampus in Neustadt nicht nur herzlich willkommen sind, sondern auch berufliche Chancen und Perspektiven haben.
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